Unser neues ERASMUS+-Projekt: "Face the Past - Change our Future - Casting Light on the Shadows of Our History"

Das neue Erasmus+ Projekt, dieses Mal mit einem politisch-historischem Thema und Partner-Schulen aus Belgien, Luxemburg, Spanien und Schweden, befasst sich v.a. mit der Aufarbeitung der dunklen Seite der jeweils nationalen Geschichte im europäischen Vergleich. Während des Projekts (2019-21) finden die Treffen mit den Partnerschulen immer in einem anderen Land statt.

Die deutsche Delegation fährt zum ersten Treffen nach Hoogstraten/Belgien (20.10-26.10.2019), wo sich drei Schüler der Q12 und zwei der Q11 mit den Begleitlehrkräften Frau Dadic und Frau Badelt mit der belgischen Kolonisation im Kongo beschäftigen werden. Dafür sind Besuche im „Matongé quartier” in Brüssel oder dem „Africa Museum“ in Tervuren sowie Gespräche mit Experten geplant. Außerdem werden wir uns mit den Auswirkungen der Besetzung Belgiens durch die Nationalsozialisten auseinandersetzen, indem wir die Kazerne Dossin (Holocaust-Gedenkstätte und -Museum) sowie die KZ-Gedenkstätte Breendonk besuchen werden, um den Umgang mit den Erinnerungen an die Gräueltaten der Nazis mit der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in der KZ-Gedenkstätte Dachau vergleichen zu können. Der Besuch in Dachau findet beim zweiten Projekttreffen im Februar 2020 bei uns in Neufahrn statt.

Zunächst haben wir uns allerdings für unser erstes Projekttreffen an einem sonnigen Freitagnachmittag (11.10.) mit Pizza und Muffins getroffen, um dieses thematisch vorzubereiten:

Nachdem Frau Dadic noch erkrankt war, führte uns fünf Oberstufler Frau Badelt in die Thematik ein. Ziel des auf zwei Jahren angelegten Projekts ist nämlich eine analoge sowie digitale Ausstellung an allen Partnerschulen zu genanntem Thema.

Anschließend haben wir den Zeitplan für Belgien genauer besprochen sowie Organisatorisches wie die An- und Abreise. Mit Hilfe des Videos „Belgium for Dummies“ ging es aber dann zur Sache: Wir haben Belgiens Geschichte, Geographie sowie seine politische und soziale Struktur näher kennengelernt und diese mit Informationsblättern (z.B. durch Verhaltens-Tipps in Belgien – „intercultural traps“/ belgische Landkarte/ geschichtlicher und politischer Überblick) vertieft. Hilfreich war hierbei auch eine Präsentation, die uns die belgischen Lehrkräfte zur Verfügung gestellt hatten und die sich v.a. mit den Schattenseiten der belgischen Geschichte befasste. Eine Vertiefung hierzu erhalten wir aber noch in Belgien durch unsere belgischen Partnerschüler, die uns nach dem Prinzip Lernen durch Lehren noch inhaltliche Details beibringen werden.

Unsere belgischen Austauschpartner haben wir außerdem über die europäische Projektplattform eTwinning/Twinspace (auch neu für uns!) durch Videos und Steckbriefe etwas kennenlernen dürfen und damit bereits einen ersten Eindruck vom Leben unserer belgischen Austauschpartner bekommen. Um ihnen auch ein Bild von uns zu geben, haben wir ein Gruppenbild geschossen und uns darauf geeinigt, dass jeder einen Steckbrief über sich formuliert: Diese werden wir dann alle in einem „padlet“ zusammenfassen und auf Twinspace hochladen. Schließlich haben wir für die Belgier noch eine Liste über „typisch deutsche“ Verhaltensweisen zusammengestellt, auf die sie sich mental einstellen können und dann nicht mehr wundern müssen, wenn sie auf uns treffen. ;)

Als Hausaufgaben haben wir dann noch das Erstellen einer Präsentation zu unserer Heimat und Schule für die „welcome ceremony“ in Belgien aufbekommen sowie das Zeichnen eines Logos für unser ERASMUS+-Projekt – vielleicht gewinnen wir ja wie bei der letzten Logo-Competition zu Brains in Action...

Wir freuen uns jedenfalls auf eine aufregende Woche in Belgien!

C. Dadic / Kathrin Neuhauser, Q11

Im internen Bereich befindet sich das Gruppenfoto der Delegation aus Neufahrn.

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OMG goes Europe – ERASMUS+ am OMG

Seit nun schon einigen Jahren nutzt eine Vielzahl an SchülerInnen die von der EU finanzierten Projekte und die Möglichkeit, den kulturellen sowie sprachlichen Austausch, den das ERASMUS+-Programm bietet, wahrzunehmen und umzusetzen. Mit dem COMENIUS-Projekt „School against Racism – Music for mutual Respect“ (2014-2016) haben die Projekte ihren Anfang genommen, das Projekt „Brains in Action“ (2016-2019) läuft diesen Oktober aus, ein neues Projekt mit dem Titel „Face the past, change our future - Casting light on the shadows of our history“ steht in den Startlöchern und wird mit einer Fahrt nach Belgien (Hoogstraten) Ende Oktober 2019 beginnen.

Folgen Sie uns im internen Bereich und gewinnen Sie einen Einblick in die europäische Arbeit am OMG!

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ERASMUS+ Abschlusstreffen

In der Woche vom 14. bis zum 20. Oktober kamen noch einmal nur die Lehrer der Projekt-Partnerschulen aus Belgien, Schweden und Slowenien zu Besuch ans OMG. Es wurde viel über das Projekt diskutiert, bewertet und einiges geschrieben.

Das Ziel des Projekts war, die Förderung von besonders leistungsfähigen Schülern („Hochleistern“) zu verbessern und dazu neue Strategien auszuprobieren. Dazu fanden drei Projekttreffen in den unterschiedlichen Ländern statt: Im März 2017 ging es hier am OMG um Naturwissenschaften, im Oktober 2017 war in Belgien der Schwerpunkt auf das Themenfeld Geschichte und Politik gelegt und abschließend ging es beim Projekttreffen in Schweden um Sprache und Medien. Zu den einzelnen Treffen finden sich ausführliche Tagebucheinträge auf der Schulhomepage.

Am Freitag konnten wir einigen internationalen Lehrern und Schülern des OMG, die am Projekt teilgenommen hatten, Fragen stellen.

Welche Erfahrungen haben Sie im Umgang mit den Schülern erhalten? (Lehrerfrage)

Wir haben eine Menge neue Erfahrungen gemacht! Es war erstaunlich, wie gut und wie schnell sich die Schüler untereinander verstanden haben, sie haben zur sehr guten Atmosphäre beigetragen. Diese war im Vergleich mit anderen Austauschprojekten phänomenal, es ist selten, dass alles so reibungslos funktioniert. „Hochleister“ verstehen sich untereinander offenbar bestens, da sie vergleichbare Einstellungen haben.

Es war auch gut, Schüler Verantwortung übernehmen zu sehen, von denen man das nie erwartet hätte. Schüler in einer anderen Situation als im Klassenzimmer zu sehen ist immer interessant.

Wenn ich an ERASMUS+ denke, denke ich an… (Schüler)

  • … Freundschaft
  • … Englisch
  • … europäische Netzwerke
  • … Spaß

Ist eine Teilnahme an einem ERASMUS+-Projekt für andere Schüler empfehlenswert? (Schüler)

Da gibt es nur eins zu sagen: AUF JEDEN FALL!

Was war dein schönstes Erlebnis? (Schüler)

  • In Deutschland: Stadttour in München, Gesellschaftstreffen außerhalb des von den Lehrern organsierten Programms
  • In Belgien: Fahrradtour durch Brüssel, Shoppen in Antwerpen
  • In Schweden: Schlittenfahren und natürlich FIKA (Eine Tradition: Kaffee und süße Teilchen, aber immer! Egal zu welcher Tageszeit)
  • Die Abschlusstreffen am Ende der Projektwochen

Neben den „offiziellen“ Projekttreffen sind auch die entstandenen Freundschaften ein tolles Ergebnis des Projekts. Eines der schönsten Erlebnisse war also auch unser privat organisiertes „Wiedervereinigungs-Treffen“ diesen Sommer!

Was habe ich gelernt? Habe ich besondere Einblicke erhalten? (Schüler)

Das wichtigste: Ländergrenzen sind keine sozialen Grenzen. Freundschaft hängt nicht von Nationalität ab!

Würdest du nochmal an diesem Projekt teilnehmen?

Schüler: Da gibt es nur eins zu sagen: AUF JEDEN FALL!

Lehrer: Natürlich, wir denken schon über das nächste Projekt nach… Auf jeden Fall wollen wir unsere Zusammenarbeit fortführen!

Welches Land hat dir am besten gefallen?

Schüler: Deutschland

Lehrer: Wir sind dafür wohl zu voreingenommen ;-) Von jedem Treffen hatten wir Favoriten:

  • BEL: Hieroglyphen-Workshop, Besuch des Europäischen Parlaments
  • SWE: Schwedisch als Fremdsprache (Sprach-Crashcourse) war sehr interessant und herausfordernd
  • GER: Das PhotonLab am Max Planck Institut für Quantenoptik in Garching
  • Außerhalb des Projektrahmens: „Spijker zingt en danst“ in BEL. Ein Youtube-Video davon, wenn auch nicht von unserem ERASMUS-Treffen

Was war der größte kulturelle Unterschied, der dir aufgefallen ist?

  • Eiskalte Temperaturen in Schweden ;-) Ach nein, das ist nicht wirklich kulturell…
  • Begrüßungen allgemein. Es war schon komisch, in Schweden die Lehrer mit dem Vornamen anzureden…
  • Die Benutzung von Smartphones im Schulkontext… Hier in Deutschland verpönt, in Schweden Normalität in jeder Unterrichtsstunde… Es wird auch mal am Handy gespielt ;-)
  • Dresscode in der Schule. Den Belgischen Lehrern kam es komisch vor, dass in Schweden und Deutschland jeder tragen kann, was er will.

Welche Erlebnisse werden Ihnen / Dir noch lange in Erinnerung bleiben?

Schüler: Die gemeinsamen Erlebnisse, über die wir noch sicher lange lachen werden

Lehrer: Der informelle Umgang zwischen Schülern und Lehrern und wie sich die Schüler untereinander so schnell und so gut miteinander verstanden haben. Und „Spijker zingt en danst“ natürlich auch...

Gibt es etwas, was Sie nach dem Projekt an Ihrer Schule umsetzen wollen?

Andere Lehrer sollen mehr im Umgang mit Hochleistern geschult werden und das Bewusstsein für ihre Entwicklung soll gestärkt werden.

Die Nachhaltigkeit des Projekts soll gewahrt bleiben, die Zusammenarbeit soll fortgeführt werden. Dazu dient auch eine neue Website.

Vielen Dank für das Interview! Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Interview und Übersetzung: Manuel vom Homepage- bzw. ERASMUS+-Team

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