„BRAINS IN ACTION“ – Unser ERASMUS+ Vorbereitungstreffen am 29.09.2017

Am 29. September (wie immer an einem Freitag!) fand nach einer ausgiebigen Sommerpause unser erstes ERAMSUS+ Vorbereitungstreffen des Schuljahres 2017/18 statt, um uns für das kommende Projekt in Belgien vorzubereiten.

Zu Beginn des Treffens (um 13.30 Uhr) stärkten wir uns erst einmal mit Pizzen und Muffins und tauschten uns über die vergangenen Monate aus. Leider mussten wir auch ein paar Verluste in unserer Gruppe vermerken, da einige Mitglieder sich derzeit im Ausland aufhalten oder die Schule nach ihrem Abitur verlassen hatten. Nichtsdestotrotz freuten wir uns wieder zusammen zu sein und starteten mit einem Video über Belgien und dessen politisches System (welches übrigens komplizierter ist, als man denkt!). Auch mit Belgiens Geographie und Geschichte machten wir uns mit Hilfe von Arbeitsblättern vertraut, damit sich diejenigen, die nach Belgien reisen nicht durch mangelnde Vorkenntnisse blamieren.

Im Anschluss daran frischten wir mit Hilfe der iPads unsere Belgisch-, Schwedisch- und Slowenisch-Grundkenntnisse auf, um uns auch außerhalb des Englischen ein wenig verständigen zu können. Außerdem filmten wir für unsere Partnerschüler ein kurzes Video als Deutsch-Crashkurs.

Darüber hinaus bekamen wir von unseren begleitenden Lehrkräften noch ein paar hilfreiche Tipps und Anregungen zur Gestaltung unseres ERASMUS+ - Portfolioordners.

Von Alicia aus dem ERASMUS+-Team

ERASMUS+: Reisetagebuch der Belgienfahrt

Vom 7. bis zum 14. Oktober 2017 fand das zweite ERASMUS+-Projekttreffen in Hoogstraten in Belgien statt. Dieses Tagbuch wurde während der Fahrt angelegt.

Viel Spaß beim Lesen unseres Reiseberichts
Das ERASMUS+-Homepage-Team


Freitag, 13.10.2017: Goodbye!

Krass wie schnell die Woche vergangen ist und obwohl wir alle traurig waren, dass es schon der letzte Tag war, hatten wir fest vor, das Beste daraus zu machen. Morgens mussten wir alle mit dem Fahrrad zu Schule kommen, da am Nachmittag eine gemeinsame Radtour geplant war.

Aber bis dahin hatten wir viel Arbeit vor uns! Die ersten drei Schulstunden arbeiteten wir an der Aufbereitung der Exkursionen von der Woche. Dazu wurden wir am Anfang der Woche in Gruppen aufgeteilt, damit wir uns schon auf die Gruppenarbeit vorbereiten konnten. Nun war es dann soweit, unsere Ergebnisse auszutauschen und in einer Präsentation festzuhalten. In der vierten Stunde gingen wir zusammen mit unseren Austauschpartnern in den Unterricht, um ein bisschen in den belgischen Schulalltag reinzuschnuppern. Was uns dabei (als Schüler) natürlich sofort auffiel, war dass die Schulstunden in Belgien fünf Minuten länger sind als bei uns – also 50 Minuten!! Außerdem waren die Klassenzimmer viel kleiner, mehr als 20 Leute hatten darin keinen Platz.

Während der Mittagspause veranstaltete die Schule extra für uns „Spijker zingt en danst“. Dabei tanzen und singen alle Schüler in der Schulhalle und haben sehr viel Spaß. Für uns Deutsche haben sie sogar „99 Luftballons“ gespielt. Nachdem wir noch für die lokale Presse ein Gruppenfoto gemacht haben, ging unsere acht Kilometer lange Radtour zur „Kolonie 7“, einem zukünftigen UNESCO-Weltkulturerbe, in Merksplas los. In einer Führung erfuhren wir, dass es zwei Arten von Kolonien gab: die freien Kolonien für Familien, in welche man freiwillig ziehen konnte und die unfreien Kolonien, in welche einzelne Personen von der Regierung hingeschickt werden konnten. Gründe, für welche man in die Kolonien geschickt wurden waren zum Beispiel, wenn man keinen Job hatte, keinen festen Wohnsitz hatte oder weniger als 20 belgische Franken hatte. Wir erfuhren ebenfalls, dass in den Kolonien jeder arbeiten musste und dort sehr gefängnisähnliche Bedingungen vorherrschten. Man stand die komplette Zeit unter Beobachtung. Was uns alle geschockt hat war, als wir erfuhren, dass diese Kolonien erst 1993 aufgelöst wurden. Heute werden Teile der Kolonie als Gefängnis oder Flüchtlingsheime genutzt.

Am Abend gab es dann Pizza, worauf wir uns alle schon den ganzen Tag gefreut haben. Unser „Goodbye Dinner“ fand im Restaurant „Da Vinci“ in Hoogstraten statt. Anschließend waren wir alle noch auf einer von den Belgiern organisierten Party, auf der schon die ersten Tränen zum Abschied flossen. Danach war es dann leider wirklich so weit Abschied von unseren Partnern zu nehmen – Mit kaum Schlaf traten wir schließlich um 4:30 Uhr die Rückreise an…


Donnerstag, 12.10.2017: Migrating to Antwerp

Da sich am Donnerstag alles rund um das Thema „Migration“ drehte, machten wir uns zeitig um 8 Uhr auf den Weg in die „Stadt mit den 117 Nationen“ – Antwerpen.

„Die wichtigste Hafenstadt Belgiens ist gleichzeitig auch einer der wichtigsten Diamantenhandelsplätze der Welt“, erzählte uns ASO Spijker–Geschichtslehrer Herr Feys, der uns durch die wunderschöne Stadt mit den unzähligen Facetten führte.

One-Street-Chinatown neben „Het Zuid“, welches von den Einwohnern auch als „Petit Paris“ bezeichnet wird, umgeben von unzähligen türkischen, marokkanischen oder italienischen Restaurants und Bars. Die Stadt ist wirklich multikulturell!

Im jüdischen Diamantenviertel, durch das wir gingen, fielen uns auch gleich zahlreiche Überwachungskameras an den Wänden und bewaffnete Soldaten in den Straßen auf, die die Läden der Diamantschleifer, Juweliere und Händler von überwiegend jüdischer Angehörigkeit bewachen sollen.

Den Hintergrund zu der vielfältigen Migration sollten wir im Red Star Line Museum erfahren.

In den ehemaligen Hallen der Reederei konnten wir die Spuren der zwei Millionen Passagiere verfolgen, die im Zeitraum von 1873 bis 1934 mithilfe der Ozeandampfer der Red Star Line ein neues Leben in Nordamerika beginnen konnten. Menschen aus ganz Europa kamen zur damaligen Zeit nach Antwerpen, um Armut und Verfolgung zu entkommen. Viele ihrer rührenden Geschichten werden in der Ausstellung mit Filmen oder Schaubildern präsentiert. Indem der Führer uns aufforderte, zu fünft auf einer schmalen Bank Platz zu nehmen, zeigte er uns, wie unkomfortabel und mühsam die Bedingungen an Bord des Schiffes waren und trotzdem so viele Menschen ihr Glück versuchten.

Die Ausstellung wurde mit dem emotionalen Video „Dance“ von Hans Op de Beeck abgeschlossen, der mit einfachen szenischen Darstellungen einer Menschenmenge bei alltäglichen Aufgaben die Migration heutzutage darstellte. Nach der sehr berührenden Führung machten wir noch ein Abschlussfoto auf dem Dach des Museums – jetzt hatten wir Freizeit!

In kleineren Gruppen besichtigten wir unter anderem das Museum aan de Stroom, kurz MAS, von wo aus man einen tollen Blick über die Stadt hatte. Nach einer Stärkung in einem Burger Restaurant ging es quer durch die Stadt zur „Meir“, einer schönen Einkaufsstraße, wo wir auch gleich für unsere Liebsten zu Hause die berühmt-berüchtigte belgische Schokolade einkauften. Am Abend zog es einen Großteil der Gruppe noch in ein gemütliches italienisches Restaurant, um den schönen Tag mit einem gemeinsamen Essen abzuschließen.


Mittwoch, 11.10.2017: Excavation time in Leuven

Heute machten wir uns mit dem Zug auf den Weg und erreichen nach ca. eineinhalb Stunden Fahrt und einem Umstieg in Antwerpen die Stadt Leuven. Keine Zeit für einen Stadtrundgang, wir haben heute viel Programm vor uns!

Bis zum Mittag erhielten wir von der Ägyptologin Prof. Marleen De Meyer, die eine ehemalige Schülerin unserer Gastschule ist, einen interessanten Einblick in die Arbeit einer ägyptischen Ausgrabungsstätte. Dabei berichtete sie uns von den vielfältigen wisschenschaftlichen Disziplinen, die zusammen an einer Ausgrabungsstätte arbeiten - Die Ausgrabungsstäte und die Funde kamen aber auch nicht zu kurz! Von Figürchen bis zu einer Mumie war alles dabei, sogar mehrere Jahrtausende alte Schuhe aus Ton, in denen nie jemand hätte laufen können.

Nach dem Mittagessen in der Mensa der Universität, bei dem wir einen unserer Projektteilnehmer aus dem März trafen, der mittlerweile ebenfalls dort studiert, folgte ein schneller improvisierter Stadtrundgang durch das Stadtzentrum von Leuven.

Anschließend folgte der zweite Teil unseres Tagesprogramms: Zwei Studenten gaben uns eine kurze Einführung in die Hieroglypenschrift. Neben dem obligatorischen Schreiben des eigenen Namens haben wir auch noch mehr Schriftzeichen gelernt und sogar richtige ägyptische Wörter übersetzt und etwas über die Aussprache gelernt. Alles in allem, eine sehr interessante, aber sehr komplexe, Sprache.

Anschließend mussten wir leider schon wieder viel zu früh die Rückfahrt zurück nach Hoogstraten antreten.


Dienstag, 10.10.2017: Exploring our European capitol!

Unter diesem Motto stand der heutige Tag: Um 7 Uhr fuhren wir an der Schule mit dem Bus ab. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt erreichten wir endlich unser erstes Ziel. Dort bekamen wir die Gelegenheit mit zwei Mitarbeitern des belgischen Vize-Premierministers Kris Peeters und sogar kurz mit ihm selbst zu sprechen. Wir stellten ihm Fragen nach der Struktur der Belgischen Regierung, wir wollten aber auch noch wissen wie in Belgien Sicherheit in Zeiten von Terror gewährleistet wird oder wie die Regierung die Arbeitslosenquote senken will.

Nachdem fast alle unsere Fragen beantwortet wurden ging es zu Fuß weiter Richtung Europäisches Parlament. Dort erhielten wir eine Führung von einer Mitarbeiterin eines Abgeordneten und bekamen einen ersten Einblick in die Politik auf europäischer Ebene und den Aufbau des Parlaments. In diesem sitzen zum Beispiel 751 Abgeordnete die 8 Parteien angehören. Über Beschlüsse wird per Handzeichen, im Zweifel elektronisch, abgestimmt. Da jeder Abgeordnete das Recht hat sich in seiner Muttersprache auszudrücken braucht es Dolmetscher. Auch einer der belgischen Lehrer unserer Partnerschule geht diesem Beruf nach. Um es so weit zu schaffen muss man allerdings 6 Sprachen fließend sprechen und einen Einstellungstest bestehen.

Zum Abschluss des Tages wurden wir auf Fahrrädern durch die Stadt geführt. Unsere Führerin Wanda (wie Panda) gab uns einen Einblick in die verschiedenen Stadtviertel und informierte uns über die Geschichte Brüssels. Angefangen bei „Le Marollen“, einem Stadtviertel Brüssels, das von verschiedensten Kulturen geprägt, die besten Restaurants und Antiquitätengeschäfte der Stadt beherbergt, über den Justizpalast, der schon seit 23 Jahren renoviert wird und schließlich zum Königlichen Palast.


Montag, 09.10.2017: Welkom in België!

Mit diesen Worten wurde das zweite Treffen von Erasmus+, diesmal in Belgien, eröffnet! Zunächst begrüßte uns die Schulleiterin des Instituut Spijker (wörtlich übersetzt „Nagel“), Frau Kesselaers. Danach präsentierten alle Delegationen ihr Land, ihre Heimatstadt und ihre Schule. Um zu überprüfen, ob wir auch alle schön brav aufgepasst haben, kreierten die Lehrer ein kahoot-Quiz und die drei Sieger bekamen dann noch einen kleinen Preis.

Einige von haben sich schon am Wochenende beim Bowling getroffen, aber da wir uns noch nicht alle kannten, standen nach den Präsentationen Kennenlernspiele auf dem Programm. Es war sehr lustig und die anschließende Mittagspause verbrachten wir in größeren Gruppen und wir haben viel miteinander geredet und die Zeit miteinander genossen.

Um wirklich als Team zusammenzuwachsen, hatten ein paar belgische Schüler und ihre Lehrer eine Art Schnitzeljagd mit verschiedenen Aufgaben vorbereitet. Auf diese Weise entdeckten wir Hoogstraten auf eine spannende Art und Weise. Zudem waren die uns gestellten Aufgaben zum Teil darauf ausgelegt, dass wir lernen, uns gegenseitig zu vertrauen. Bei einem Spiel wurden einem aus dem Team die Augen verbunden und ein anderer musste ihn nur mithilfe mündlicher Anweisungen durch einen Spielplatz führen.


Samstag, 07.10.2017 und Sonntag, 08.10.2017: Anreise

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Nachdem wir uns um 6:45 am Flughafen getroffen haben, hatten wir noch etwas Zeit uns zu unterhalten bevor unser Flug um 9:00 startete. Genau eine Stunde und 10 Minuten später trafen wir schon in Eindhoven ein. Aber was? Das ist ja noch gar nicht Belgien! Nach einer weiteren Stunde Taxifahrt trafen wir endlich in Hoogstraten ein und konnten gegen Mittag von unseren AustauschpartnerInnen und Gastfamilien in Empfang genommen werden. Der Nachmittag und der morgige Sonntag waren nicht wie die folgende Woche mit Programmpunkten vollgepackt, sondern standen uns mit unseren Gastfamilien zur Verfügung! Dabei gibt es nach Aussagen unserer Partner „typisch belgisches Wetter“, das bedeutet Regen über Regen…

Einige Projektteilnehmer haben bereits erste gemeinsame Aktivitäten organisiert: Zusammen typisch Belgische Waffeln essen oder (Brett-)spiele spielen stärkten bereits unseren Zusammenhalt. Das absolute Highlight des Wochenendes war dann das gemeinsame Bowling, bei dem schon fast 2/3 aller Teilnehmer anwesend waren. Dort konnten wir uns bereits gut miteinander unterhalten und uns bereits ein bisschen kennenlernen.

„BRAINS IN ACTION“ – Das erste ERASMUS+-Projekttreffen in Neufahrn (05.-11.03.17)

Das ERASMUS+ Gewinnerlogo

Dies ist der ausführliche Bericht über das ERASMUS+-Projekttreffen vom 6.3.17 bis zum 11.3.17 in Neufahrn hier am OMG. Die MINT-Fächer bildeten einen Schwerpunkt bei diesem Treffen und so konnten die Teilnehmer verschiedene neue Eindrücke der Physik sammeln.

Am Sonntag, den 05.03, war es endlich soweit: Wir konnten unsere Austauschpartner abholen und sie schon ein bisschen persönlich kennenlernen. Zum Teil hatten wir schon vorher über Twinspace, E-Mail oder Whatsapp miteinander kommuniziert, aber jetzt konnten wir uns endlich mal ohne Tastatur unterhalten. Die Zeiten und Orte der Ankunft waren aber verschieden (Schweden gegen 13:30 am Flughafen, Slowenien gegen 17:00 an der Schule und Belgien gegen 20:00 ebenfalls am Flughafen), sodass wir die ganze Gruppe erst am nächsten Tag getroffen haben.

Am Montag, den 06.03.2017, begann offiziell unser ERASMUS+ - Projekt in Neufahrn, die erste richtige Möglichkeit alle unsere Gäste aus Schweden, Belgien und Slowenien, mal abgesehen von der Anreise am vorherigen Tag, so richtig kennen zu lernen!

Für uns begann der Tag vorerst ganz normal um 7.50 Uhr in der Aula. Wir halfen noch alle zusammen, um die restlichen Serviettenblumen in der Aula aufzuhängen und der Dekoration im Mehrzweckraum einen letzten Schliff zu verleihen. Doch dank dem Deko-Team und unseren betreuenden Lehrkräften Frau Badelt, Frau Dadic, Frau Mim und Frau Zieder-Gurman gab es für uns nicht mehr viel zu tun ;-) Hiermit nochmal: „Vielen Dank!“

Unsere „Welcome ceremony“, mit der wir unsere Gäste begrüßten, fand im Mehrzweckraum statt. Herr Vogl hielt eine Rede, in der er alle willkommen hieß und den Hochleistern für die kommende Woche viel Glück und Erfolg wünschte. Die Lehrkräfte aus Schweden, Slowenien und Belgien erhielten als Willkommensgeschenk jeweils ein Buch von dem Namensgeber unserer Schule, den Jahresbericht des letzten Jahres und ein Buch über Neufahrn. Auch wir Schüler gingen nicht mit leeren Händen aus: Jeder erhielt ein Täschchen mit einer kleinen Schokolade, einem Notizblock, einem Kugelschreiber und vor allem den Plan für die kommende Woche! Anschließend stellte sich jedes Land durch eine Präsentation oder einen Kurzfilm vor.

Daraufhin gingen wir dazu über, das Logo für das ERASMUS+ - Projekt auszusuchen. Bei der großen Auswahl an Logos aus den verschieden Ländern fiel uns die Wahl natürlich nicht leicht, doch letztendlich gewann das Logo von Annika, das bereits an unserer Schule gewonnen hatte.

Aber natürlich geht es bei unserem Projekt nicht nur ums Lernen, sondern auch um jede Menge Spaß! Aus diesem Grund tanzten und sangen(!) wir mit unsern Partnern zu dem Song „Happy“ von Pharrell Williams. Schon bald schnipsten und klatschten alle fröhlich mit und wurden auch gleich viel lockerer. Das war natürlich der perfekte Übergang zu den Kennenlernspielen (während die Lehrer unserer Gäste eine kleine Schulhausführung bekamen). Durch die Spiele lernten wir unsere gegenseitigen Namen kennen und waren uns schon gleich nicht mehr so fremd!

Nach einer Brotzeit im Mehrzweckraum ging es auch schon weiter mit dem Programm. Wir wurden in kleine, internationale Gruppen mit jeweils einem Ortskundigen eingeteilt und erhielten die Checkliste für unsere Fotorallye. Nach einer kurzen Schulhausführung für unsere Partner ging es auch schon durch Neufahrn, immer auf der Suche nach einem geeigneten Platz, um mit der Gruppe ein Foto zu den Themen auf der Liste zu machen. Die Rallye führte von der Schule zum Galgenbachweiher bis hin zum Marktplatz!

Nachdem wir uns in der Mittagspause in der Aula ein wenig entspannt und uns mit unseren Gästen ausgetauscht hatten, erarbeiteten wir in Kleingruppen die Feedbackbögen im Mehrzweckraum. Diese dienten dazu, ein anonymes Feedback für die einzelnen Aktivitäten abgeben zu können.

Den Abend ließen wir entspannt mit Bowlen in Neufahrn ausklingen, gespannt auf den nächsten Tag.

Am Dienstag, den 07.03, ging es dann nach Garching ins Max-Planck-Institut für Quantenoptik und an die TU München ins Gebäude der Mathematik. Dort besuchte wir das Schülerlabor „PhotonLab“ (Max-Planck-Institut) und die Ausstellung ix-quadrat (TUM). Im Max-Planck-Institut erhielten wir alle zusammen einen ersten groben Überblick, was Laser eigentlich sind und was man alles mit ihnen machen kann. Erklärt wurde herbei der Aufbau eines simplen Lasers mit einer Lichtquelle, einem Medium und zwei Spiegeln. Außerdem stellte sich dann die Frage, wie kurz Laserimpulse sein können. Einer der kürzesten ist eine Attosekunde, die durch den gleichnamigen Attosecondlaser erzeugt wird. Dabei wird weißes Licht als „Schalter“ benutzt, da mechanische Vorgänge hierfür zu lange dauern würden. Nachdem auch geklärt war, was einen Laser eigentlich von einer normalen Glühbirne unterscheidet, wurden wir in zwei Gruppen geteilt.

Die einen besuchten das Schülerlabor „PhotonLab“ im Max-Planck-Institut, die anderen gingen hinüber zur Universität. Nach den Sicherheitshinweisen - wie immer eine Laserschutzbrille zu tragen - bekamen wir eine kleine Führung durch die Räume, wo eigentlich geforscht wird. Im Schülerlabor konnten wir mit Hilfe von Lasern den Zuckergehalt im Wasser messen, ein richtiges Hologramm erzeugen oder Musik ohne Bluetooth und Kabel spielen lassen.

Gestärkt vom Mittagessen ging es dann in der TUM weiter, wo wir das kleine Museum „ix-quadrat“ für geometrische Formen besuchten. Dort findet man die fünf platonischen Körper, zu denen auch der Würfel und der Tetraeder gehören. Außerdem gibt es dort alles, was mit alten Rechengeräten und mit noch mehr Geometrie zu tun hat. Nach der Rückkehr nach Neufahrn gegen 16:30 war es uns freigestellt zu tun, was wir wollten.

Am Mittwoch, den 08.03.17, stand für uns zuerst das Max Planck Institut für extraterrestrische Physik (MPE) auf dem Programm. Prof. Thomas Boller, der am MPE arbeitet, erklärte uns viele spannende Sachen über unser Universum und rundete seinen Vortrag mit einem Film ab, der nochmal alles zusammenfasste. Im Anschluss daran konnten wir uns in der Kantine des MPE noch etwas stärken, bevor wir uns nach München aufmachen mussten.

Dort erwartete uns eine Stadtführung zunächst durch die Altstadt und dann durch das Olympiadorf. In zwei Gruppen aufgeteilt besichtigten wir Münchner Wahrzeichen wie den Viktualienmarkt, wobei uns auch die Stadtgeschichte näher gebracht wurde. Für uns Deutsche war es auch faszinierend, die „eigene“ Stadt mal aus einer anderen Sicht zu erleben. Danach ging es weiter zum zweiten Teil des Ausflugs, ins Olympiadorf. Es war interessant zu erfahren, was dort während den Olympischen Spielen 1972 alles vor sich gegangen ist, aber auch die Situation heute, dass hier auch viele Studenten wohnen. Ein Highlight waren die kleinen Bungalows, Studentenwohnungen, die jeder nach seinem Geschmack gestalten kann. Keines glich dem anderen und alle waren sehr kreativ. Die Führung endete am Olympiaturm, wo wir dann auch hochfahren durften. Die Aussicht war toll, obwohl es bewölkt war.

Danach waren wir entlassen und durften auf eigene Faust noch etwas unternehmen, einige sind beispielsweise noch ins Olympia Einkaufzentrum gefahren. Alles in allem war es ein schöner Tag, obwohl es bei der Stadtführung schon etwas kalt und windig war.

Anders als an den vorherigen Tagen mussten wir am Donnerstag, den 09.03. alle in den Unterricht - zumindest für die ersten beiden Stunden, den restlichen Vormittag lang arbeiteten wir an den Präsentationen über die Ausflüge, wofür wir in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden, wo jede eine Exkursion zugeteilt bekam.

Sechs Schülerinnen und Schüler, jeweils zwei aus Belgien, Schweden und Slowenien, waren heute von den Projektarbeiten befreit und durften „Wissenschaftler für einen Tag“ im Deutschen Museum sein. Dort konnten sie Experimente zum Thema Nanophysik machen und mit einem Rastertunnelmikroskop Aufnahmen von Atomen machen.

Wer keinen Nachmittagsunterricht hatte, hatte Freizeit bis zum gemeinsamen Schülerabendessen um 18 Uhr im Viva. Es war ein sehr schöner Abend, es wurde viel gelacht, auch wenn man schon teilweise gemerkt hat, dass es unser vorletzter gemeinsamer Abend war.

Am Freitag, den 10.03.2017, dem Tag vor der Abreise unserer Gäste, besuchten die Belgier, Schweden und Slowenen zusammen mit uns in den ersten beiden Schulstunden den Unterricht. Hier konnten sie sich und ihr Land auch den Schülern vorstellen, die nicht am ERASMUS+ - Projekt teilnehmen. Dies war für alle Schüler/Innen eine willkommene Abwechslung zum üblichen Unterrichtsgeschehen.

In der Pause gab es für uns wieder eine kostenlose Brotzeit im Mehrzweckraum. Anschließend vervollständigten wir in unseren Gruppen die Projektarbeit zur Aufbereitung der Exkursionen der letzten Tage mit Hilfe der iPads.

Am Nachmittag besichtigten wir den Flughafen München mit einer „Airport Special-Tour“. Zu Beginn wurden wir einem strengen Security Check unterzogen — Sicherheit muss schließlich sein! Dann stiegen wir in einen Bus und erhielten eine exklusive Fahrt zwischen den Flugzeugen hindurch, während uns die verschiedenen Flugzeugtypen und unterschiedliche Bereiche im Flughafen erklärt wurden. Außerdem besuchten wir die Flughafenfeuerwehr, deren alltägliche (oder auch nicht so alltägliche) Arbeit erklärt wurde. Uns wurde sogar ein Löschfahrzeug in Aktion präsentiert, vor dem wir nach der Vorstellung noch ein Gruppenfoto schossen. Nach der Tour besuchten wir ebenfalls die dortige Flughafenausstellung, auf der wir unser erworbenes Wissen noch einmal erweitern konnten.

Zum Ende des Tages trafen wir uns alle zum „Good bye-dinner“ in der Pizzeria „Lo Studente“ in München. Dort erhielten wir auch unsere Abschiedsgeschenke: ein weißes T-Shirt, einen Turnbeutel und einen USB-Stick – allesamt mit unserem ERASMUS+ -Logo! Während dem Essen bot sich noch einmal eine gute Möglichkeit sich mit allen zu unterhalten und sich zu verabschieden, denn am nächsten Tag stand leider schon wieder die Abreise auf dem Programm.

Am Samstag, den 11.03. war dann auch die Zeit wieder rum und die Partner fuhren ab. Auch dies geschah wieder zu unterschiedlichen Zeiten (Schweden 6:55 Flughafen, Slowenien 9:00 Schule und Belgien 11:30 Flughafen) und meist auch unter Tränen. Es ist schon lustig, wie man jemanden, den man kaum eine Woche kennt, vermissen kann. Allen in allem ist das Projekttreffen hier in Deutschland eine tolle Erfahrung für uns alle gewesen.

Von Alicia, Marit, Verena & Manuel vom ERASMUS+-Projekt

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