Vorbereitungstreffen

Nachdem die Projekttreffen in Belgien, Schweden und Deutschland bereits stattgefunden hatten, bereitete sich die aktuelle OMG-Delegation am 06.04.2022 auf das vierte Treffen unseres laufenden ERASMUS+-Projekts „Face the Past – Change our Future“ in Andalusien vor: Hierzu führten Frau Dadic und Herr Heistermann uns, also die Q11-SchülerInnen Florian Kindler, Nathalie Seling, Anna-Sophie Boller, Evangelina Mihova und Bianca Schuster, in die Thematik des europäischen Projekts ein, nämlich die dunkle Seite der nationalen Geschichte aufzuarbeiten und hieraus für die Zukunft zu lernen - in diesem Fall die spanische (Kolonialismus, Spanischer Bürgerkrieg und Franco-Diktatur). Hierzu soll die Ausstellung, die das P-Seminar der Q12 begonnen hatte, weitergeführt werden. Die Inhalte hierfür erarbeiten wir auf dem Projekttreffen in Baza (zwischen Granada und Almeria gelegen) mit Vertretern unserer Partnerschulen aus Belgien, Luxemburg, Schweden und natürlich Spanien.

Für die Reise selbst besprachen wir neben dem Wochenprogramm (Armeemuseum und Bunker des Spanischen Bürgerkriegs in Almeria, Experteninterview zur Franco-Diktatur, Kinobesuch „La Mula“ zur Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs 1936-39, aber auch Besuch der Stadt Granada und des Negratin-Sees) auch organisatorische Dinge (Flug um 7.30h am Sonntagmorgen!!) und was noch alles vorzubereiten ist (zum Beispiel uns vertraut zu machen mit der Geschichte Spaniens, gemeinsam eine Präsentation vorzubereiten für die welcome ceremony….).

Anschließend wurde uns noch die Plattform „TwinSpace“ vorgestellt, die uns in der Projektwoche mit den anderen Schülern verbinden soll, zum Beispiel durch das Erstellen von Steckbriefen von jedem Schüler und bereits hochgeladenen Links zu Padlets für gemeinsames Arbeiten. Zum Schluss wurde uns die Information mitgeteilt, dass jeder von uns ein Portfolio sowie ein Reisetagebuch führen müsse – die Ergebnisse werden dann auch auf der OMG-Homepage nachzulesen sein. Wir freuen uns schon auf die Reise und auf die vielen Erlebnisse dort! :-)

Bianca Schuster, Q11 (mit der Hilfe von allen anderen)

Im internen Bereich befindet sich ein Foto des Projekttreffens.

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Tag 1

Am 24. April startete unsere Reise um 05:30 Uhr am Flughafen in München. Nachdem alle vor Ort waren, begaben wir (Herr Heistermann, Frau Dadic, Bianca, Florian, Eva, Nathalie und ich) uns gemeinsam zur Kofferabgabe. Danach gingen wir durch die Sicherheitskontrolle und schließlich zu unserem Gate. Dort hatten wir noch etwas Zeit übrig und konnten uns umsehen, essen und uns hinsetzen. Nach kurzer Wartezeit konnten wir schon ins Flugzeug steigen. Die meiste Zeit haben wir geschlafen, da wir noch sehr müde waren.

Nach ein paar Stunden waren wir auch schon in Madrid, um zwischenzulanden. Dort warteten wir dann auf das nächste Flugzeug, mit welchem wir ca. eine Stunde nach Granada geflogen sind. Nachdem wir an unserem vorläufigen Ziel angekommen waren, konnten wir uns gleich an unserem Spanisch versuchen, indem wir mit einem Busfahrer reden wollten. Dieser fuhr uns zur Kathedrale in Granada.

Vor Ort stellten wir unsere Koffer ab und nun hatten wir ungefähr drei Stunden Zeit, uns selbstständig umzuschauen. Wir blieben zu fünft und gingen zuallererst etwas zu essen suchen. Nach einiger Zeit fanden wir etwas und bestellten verschiedene Gerichte, bei welchen wir nicht immer ganz wussten, was es war, zum Teilen. Wir wurden mit manchem ziemlich überrascht, wie Tomate mit Fisch oder einer kalten Suppe, die niemand so sehr mochte. Danach beschlossen wir die Sehenswürdigkeit Alhambra zu besuchen.

Hierfür gingen wir eine halbe Stunde, jedoch musste man, um die Alhambra genauer zu sehen, ein Ticket haben, aber diese waren ausverkauft. Trotzdem hatte es sich gelohnt. Wir gingen durch einen großen Garten zurück Richtung Zentrum. Auf dem Weg kauften wir Eis und Postkarten.

Nach den drei Stunden fuhren wir mit dem Taxi nach Baza und trafen endlich unsere Gastfamilien. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und mir wurde die Wohnung gezeigt. Am Abend bzw. in der Nacht gingen wir mit allen Teilnehmern des Projektes, bis auf Luxemburg, Essen. Es war eine sehr gute Stimmung, alle haben sich ausgetauscht, geredet und gegessen.

Es gab mehrere Gerichte auf immer einem Teller für mehrere Leute, was typisch für Spanien ist. Man hat hier schon den ersten Unterschied feststellen können, nämlich, dass Spanier einen sehr viel späteren Essensrhythmus haben. Gegen 23 Uhr gingen wir zu unseren Häusern, wo ich mein Gastgeschenk überreicht habe und am Ende schlafen gegangen bin.

Neue spanische Wörter:

Salida = Ausgang

Que fuerte = etwas wie "Oh mein Gott!"

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Tag 2

Heute begann der Tag mit Frühstück, nach welchem wir uns auf den Weg zur Schule gemacht haben. Dort begann der Tag mit den verschiedenen Präsentationen aller Länder. Es war sehr interessant und auch lustig, einiges zu erfahren. Während der Zeit in der Schule haben wir ein Kennenlernspiel gespielt, wobei man mit allen reden musste und so vieles erfahren hat, wie Hobbys, Lieblingsfilme/-musiker oder auch über die Familie der Person.

Uns wurde dann von den Spaniern die Schule gezeigt, wobei wir auch in verschiedene Räume der Schule gegangen sind und uns vorgestellt haben. Gegen Mittag haben wir an eine Art Schnitzeljagd teilgenommen, bei welcher wir verschiedene historische Monumente aus der Diktaturzeit suchten und erklärt bekamen. Nach über einer Stunde war das geschichtliche Programm vorbei und wir gingen zu den Familien, um Mittag zu essen - dies war wieder mal viel später als in Deutschland, nämlich um drei.

Nach dem Essen ging ich mit meiner Partnerin kurze Zeit auf deren Veranda, um Kaffe und Tee zu trinken. Danach trafen wir uns mit anderen, um zu einem Festival zu fahren. Dort wurde ein Teil der Geschichte Spaniens durch eine Parade mit Musik und Show nachgestellt. Zu Beginn gab es sehr viele, sehr laute Kanonenschüsse, welche abgefeuert wurden. Der Kampf war zwischen Muslimen und Christen und es wurde am Ende mit Schwertern gekämpft. Nach der Parade gingen wir etwas zu essen und trinken kaufen und schauten uns ein wenig auf dem Festival um.

Wir sind außerdem zwei Fahrgeschäfte gefahren und haben auf der Straße zu spanischer Musik getanzt. Wir aßen am Abend typisch spanisches Essen, man nennt dies Pinchos, das ist ein Fleischspieß, und danach auch Waffeln. Ganz am Ende sind wir außerdem Autoscooter gefahren, welche etwas anders als in Deutschland ist, und sind schließlich heim gefahren, um nach so einem langen Tag zu schlafen.

Neue spanische Wörter:

Monumento = um etwas Schönes zu beschreiben (z.B Personen)

Increíble = unglaublich

Anna-Sophie Boller, Q11

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Tag 3

Am Dienstag, dem 26.04.2022, haben wir den 2. Offiziellen Tag des Erasmus+ Projekts mit ein paar Präsentationen zur Geschichte Spaniens angefangen, die von den Spaniern gehalten wurden. Anschließend wurden wir in die Padlet-Gruppen eingeteilt. In diesen Gruppen haben wir mit den ersten Recherchen angefangen und diese auch in den Padlets eingetragen. Vor der Pause wurden dann auch von der gestrigen Suche nach Hinweisen und Symbolen in Baza Bilder gezeigt, die Symbole erklärt und in den Zusammenhang mit der Diktatur Francos gebracht.

Nach einer kurzen Pause sind alle Schüler zu einem lokalen Kino gelaufen, um den Film „La Mula“ anzuschauen. In diesem ging es um einen Mann aus der Armee, der zur Seite Francos gehörte und somit gegen die Kommunistische Partei im Bürgerkrieg Spaniens kämpfte. In dem ersten Kampf des Films fand der Hauptdarsteller Juan Castro ein Maultier, das er mit- und aufnahm. Im weiteren Verlauf des Films ging es um die Frau „Conchi“, in die sich Juan verliebte und mit Lügen versuchte zu überzeugen. Diese war damit einverstanden, sich Briefe zu schreiben, aber wird sauer, als diese Lügen auffliegen. Als Juan dann durch einen Zufall bekannt wird, eine Medaille von Franco bekommt und somit auch Ruhm erlangt, kehrt Conchi zurück. Als sie aber realisiert, dass er damit kein Geld bekommt und somit arm bleibt, verschwindet sie wieder. Zusammenfassend kann man sagen, dass dieser Film alle wichtigen Inhalte des Bürgerkrieges beleuchtet und abbildet.

Anschließend wurde wieder in den Padlet-Gruppen gearbeitet und es wurden Ähnlichkeiten zwischen dem Krieg und anderen bekannten Ereignissen gefunden und besprochen. Am Nachmittag sind wir alle zum Negratin Lake gefahren. Dort konnte man sich zwischen Tretboten, auf die 4-5 Leute gepasst haben,und Kanus, auf die 1-2 Leute gepasst haben,entscheiden. Heute habe ich das Wort Wasser auf spanisch gelernt und es heißt agua.

Florian Kindler

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Tag 4

Heute konnten wir nach dem langen gestrigen Tag ausnahmsweise mal länger schlafen. Wir sind um 8:20 Uhr aufgestanden und haben gefrühstückt, um pünktlich um 9 Uhr in der Schulbibliothek zu erscheinen. Dort haben wir zur Reflexion ein Quiz gemacht, bei welchem wir in Gruppen Fragen zur Legion beantworten mussten.

Danach haben wir wieder in Gruppen unsere Padlets weitergeführt. Dabei habe ich mit Keya (ein belgisches Mädchen) die allgemeinen Informationen über den spanischen Bürgerkrieg zusammengefasst. Im Anschluss haben wir uns alle zusammen Videos angeschaut, in welchen Menschen Erfahrungen aus dem Bürgerkrieg erzählt haben. Es war sehr berührend und erinnerte vor allem aufgrund der Konzerntrationslager und der Benachteiligung von verschieden Randgruppen an die NS-Zeit.

Um uns auf den folgenden Vortrag vorzubereiten, hielten die spanischen Schüler eine Präsentation über Franquismus und die Umstände zu dieser Zeit. Darauf folgte eine kurze Pause in der wir im Pausenhof ein Schokobrötchen essen und die Sonne genießen konnten.

Nach der Pause hielt uns María Isabel einen Vortrag über den Franquismus. Als Franquismus werden das System und die ideologische Untermauerung der Diktatur Francisco Francos in Spanien von 1936/1939 bis zu den ersten freien Wahlen 1977 bezeichnet. Im Allgemeinen war die Zeit unter Francos Herrschaft sehr unschön und schwierig für die Gesellschaft, da man als Individuum keine Chance hatte seine Interessen auszuleben.

Im Anschluss haben wir ein weiteres Video angeschaut, welches von einer Familie handelte, die von Lateinamerika aufgrund der Diktatur nach Spanien gezogen ist. Sie haben in Spanien ihre Erfahrungen aus ihrem Heimatland geteilt und spanische Bürger über verschieden Dinge befragt (Bsp.: Warum hängt die Flagge Spaniens an ihrem Balkon?). Zum Schluss haben wir uns nochmals mit den Padlets beschäftigt, wobei ich alles fertig stellte.

Danach sind wir nach Hause gegangen und haben Spaghetti gegessen. Um 17 Uhr haben wir uns mit ein paar anderen Schülern und Freunden in einem Café getroffen und dort sehr viel geratscht. Im Anschluss waren wir bei Elena (eine spanische Schülerin) zu Hause und haben Musik gehört und UNO gespielt. Um 21 Uhr sind wir dann in eine Pizzeria gegangen und haben den Abend genossen.

Spanische Wörter:

Paraguas = Regenschirm

¡ Qué aproveche ! = Guten Appetit!

Bianca Schuster

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