Das ERASMUS+ Gewinnerlogo

Dies ist der ausführliche Bericht über das ERASMUS+-Projekttreffen vom 6.3.17 bis zum 11.3.17 in Neufahrn hier am OMG. Die MINT-Fächer bildeten einen Schwerpunkt bei diesem Treffen und so konnten die Teilnehmer verschiedene neue Eindrücke der Physik sammeln.

Am Sonntag, den 05.03, war es endlich soweit: Wir konnten unsere Austauschpartner abholen und sie schon ein bisschen persönlich kennenlernen. Zum Teil hatten wir schon vorher über Twinspace, E-Mail oder Whatsapp miteinander kommuniziert, aber jetzt konnten wir uns endlich mal ohne Tastatur unterhalten. Die Zeiten und Orte der Ankunft waren aber verschieden (Schweden gegen 13:30 am Flughafen, Slowenien gegen 17:00 an der Schule und Belgien gegen 20:00 ebenfalls am Flughafen), sodass wir die ganze Gruppe erst am nächsten Tag getroffen haben.

Am Montag, den 06.03.2017, begann offiziell unser ERASMUS+ - Projekt in Neufahrn, die erste richtige Möglichkeit alle unsere Gäste aus Schweden, Belgien und Slowenien, mal abgesehen von der Anreise am vorherigen Tag, so richtig kennen zu lernen!

Für uns begann der Tag vorerst ganz normal um 7.50 Uhr in der Aula. Wir halfen noch alle zusammen, um die restlichen Serviettenblumen in der Aula aufzuhängen und der Dekoration im Mehrzweckraum einen letzten Schliff zu verleihen. Doch dank dem Deko-Team und unseren betreuenden Lehrkräften Frau Badelt, Frau Dadic, Frau Mim und Frau Zieder-Gurman gab es für uns nicht mehr viel zu tun ;-) Hiermit nochmal: „Vielen Dank!“

Unsere „Welcome ceremony“, mit der wir unsere Gäste begrüßten, fand im Mehrzweckraum statt. Herr Vogl hielt eine Rede, in der er alle willkommen hieß und den Hochleistern für die kommende Woche viel Glück und Erfolg wünschte. Die Lehrkräfte aus Schweden, Slowenien und Belgien erhielten als Willkommensgeschenk jeweils ein Buch von dem Namensgeber unserer Schule, den Jahresbericht des letzten Jahres und ein Buch über Neufahrn. Auch wir Schüler gingen nicht mit leeren Händen aus: Jeder erhielt ein Täschchen mit einer kleinen Schokolade, einem Notizblock, einem Kugelschreiber und vor allem den Plan für die kommende Woche! Anschließend stellte sich jedes Land durch eine Präsentation oder einen Kurzfilm vor.

Daraufhin gingen wir dazu über, das Logo für das ERASMUS+ - Projekt auszusuchen. Bei der großen Auswahl an Logos aus den verschieden Ländern fiel uns die Wahl natürlich nicht leicht, doch letztendlich gewann das Logo von Annika, das bereits an unserer Schule gewonnen hatte.

Aber natürlich geht es bei unserem Projekt nicht nur ums Lernen, sondern auch um jede Menge Spaß! Aus diesem Grund tanzten und sangen(!) wir mit unsern Partnern zu dem Song „Happy“ von Pharrell Williams. Schon bald schnipsten und klatschten alle fröhlich mit und wurden auch gleich viel lockerer. Das war natürlich der perfekte Übergang zu den Kennenlernspielen (während die Lehrer unserer Gäste eine kleine Schulhausführung bekamen). Durch die Spiele lernten wir unsere gegenseitigen Namen kennen und waren uns schon gleich nicht mehr so fremd!

Nach einer Brotzeit im Mehrzweckraum ging es auch schon weiter mit dem Programm. Wir wurden in kleine, internationale Gruppen mit jeweils einem Ortskundigen eingeteilt und erhielten die Checkliste für unsere Fotorallye. Nach einer kurzen Schulhausführung für unsere Partner ging es auch schon durch Neufahrn, immer auf der Suche nach einem geeigneten Platz, um mit der Gruppe ein Foto zu den Themen auf der Liste zu machen. Die Rallye führte von der Schule zum Galgenbachweiher bis hin zum Marktplatz!

Nachdem wir uns in der Mittagspause in der Aula ein wenig entspannt und uns mit unseren Gästen ausgetauscht hatten, erarbeiteten wir in Kleingruppen die Feedbackbögen im Mehrzweckraum. Diese dienten dazu, ein anonymes Feedback für die einzelnen Aktivitäten abgeben zu können.

Den Abend ließen wir entspannt mit Bowlen in Neufahrn ausklingen, gespannt auf den nächsten Tag.

Am Dienstag, den 07.03, ging es dann nach Garching ins Max-Planck-Institut für Quantenoptik und an die TU München ins Gebäude der Mathematik. Dort besuchte wir das Schülerlabor „PhotonLab“ (Max-Planck-Institut) und die Ausstellung ix-quadrat (TUM). Im Max-Planck-Institut erhielten wir alle zusammen einen ersten groben Überblick, was Laser eigentlich sind und was man alles mit ihnen machen kann. Erklärt wurde herbei der Aufbau eines simplen Lasers mit einer Lichtquelle, einem Medium und zwei Spiegeln. Außerdem stellte sich dann die Frage, wie kurz Laserimpulse sein können. Einer der kürzesten ist eine Attosekunde, die durch den gleichnamigen Attosecondlaser erzeugt wird. Dabei wird weißes Licht als „Schalter“ benutzt, da mechanische Vorgänge hierfür zu lange dauern würden. Nachdem auch geklärt war, was einen Laser eigentlich von einer normalen Glühbirne unterscheidet, wurden wir in zwei Gruppen geteilt.

Die einen besuchten das Schülerlabor „PhotonLab“ im Max-Planck-Institut, die anderen gingen hinüber zur Universität. Nach den Sicherheitshinweisen - wie immer eine Laserschutzbrille zu tragen - bekamen wir eine kleine Führung durch die Räume, wo eigentlich geforscht wird. Im Schülerlabor konnten wir mit Hilfe von Lasern den Zuckergehalt im Wasser messen, ein richtiges Hologramm erzeugen oder Musik ohne Bluetooth und Kabel spielen lassen.

Gestärkt vom Mittagessen ging es dann in der TUM weiter, wo wir das kleine Museum „ix-quadrat“ für geometrische Formen besuchten. Dort findet man die fünf platonischen Körper, zu denen auch der Würfel und der Tetraeder gehören. Außerdem gibt es dort alles, was mit alten Rechengeräten und mit noch mehr Geometrie zu tun hat. Nach der Rückkehr nach Neufahrn gegen 16:30 war es uns freigestellt zu tun, was wir wollten.

Am Mittwoch, den 08.03.17, stand für uns zuerst das Max Planck Institut für extraterrestrische Physik (MPE) auf dem Programm. Prof. Thomas Boller, der am MPE arbeitet, erklärte uns viele spannende Sachen über unser Universum und rundete seinen Vortrag mit einem Film ab, der nochmal alles zusammenfasste. Im Anschluss daran konnten wir uns in der Kantine des MPE noch etwas stärken, bevor wir uns nach München aufmachen mussten.

Dort erwartete uns eine Stadtführung zunächst durch die Altstadt und dann durch das Olympiadorf. In zwei Gruppen aufgeteilt besichtigten wir Münchner Wahrzeichen wie den Viktualienmarkt, wobei uns auch die Stadtgeschichte näher gebracht wurde. Für uns Deutsche war es auch faszinierend, die „eigene“ Stadt mal aus einer anderen Sicht zu erleben. Danach ging es weiter zum zweiten Teil des Ausflugs, ins Olympiadorf. Es war interessant zu erfahren, was dort während den Olympischen Spielen 1972 alles vor sich gegangen ist, aber auch die Situation heute, dass hier auch viele Studenten wohnen. Ein Highlight waren die kleinen Bungalows, Studentenwohnungen, die jeder nach seinem Geschmack gestalten kann. Keines glich dem anderen und alle waren sehr kreativ. Die Führung endete am Olympiaturm, wo wir dann auch hochfahren durften. Die Aussicht war toll, obwohl es bewölkt war.

Danach waren wir entlassen und durften auf eigene Faust noch etwas unternehmen, einige sind beispielsweise noch ins Olympia Einkaufzentrum gefahren. Alles in allem war es ein schöner Tag, obwohl es bei der Stadtführung schon etwas kalt und windig war.

Anders als an den vorherigen Tagen mussten wir am Donnerstag, den 09.03. alle in den Unterricht - zumindest für die ersten beiden Stunden, den restlichen Vormittag lang arbeiteten wir an den Präsentationen über die Ausflüge, wofür wir in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden, wo jede eine Exkursion zugeteilt bekam.

Sechs Schülerinnen und Schüler, jeweils zwei aus Belgien, Schweden und Slowenien, waren heute von den Projektarbeiten befreit und durften „Wissenschaftler für einen Tag“ im Deutschen Museum sein. Dort konnten sie Experimente zum Thema Nanophysik machen und mit einem Rastertunnelmikroskop Aufnahmen von Atomen machen.

Wer keinen Nachmittagsunterricht hatte, hatte Freizeit bis zum gemeinsamen Schülerabendessen um 18 Uhr im Viva. Es war ein sehr schöner Abend, es wurde viel gelacht, auch wenn man schon teilweise gemerkt hat, dass es unser vorletzter gemeinsamer Abend war.

Am Freitag, den 10.03.2017, dem Tag vor der Abreise unserer Gäste, besuchten die Belgier, Schweden und Slowenen zusammen mit uns in den ersten beiden Schulstunden den Unterricht. Hier konnten sie sich und ihr Land auch den Schülern vorstellen, die nicht am ERASMUS+ - Projekt teilnehmen. Dies war für alle Schüler/Innen eine willkommene Abwechslung zum üblichen Unterrichtsgeschehen.

In der Pause gab es für uns wieder eine kostenlose Brotzeit im Mehrzweckraum. Anschließend vervollständigten wir in unseren Gruppen die Projektarbeit zur Aufbereitung der Exkursionen der letzten Tage mit Hilfe der iPads.

Am Nachmittag besichtigten wir den Flughafen München mit einer „Airport Special-Tour“. Zu Beginn wurden wir einem strengen Security Check unterzogen — Sicherheit muss schließlich sein! Dann stiegen wir in einen Bus und erhielten eine exklusive Fahrt zwischen den Flugzeugen hindurch, während uns die verschiedenen Flugzeugtypen und unterschiedliche Bereiche im Flughafen erklärt wurden. Außerdem besuchten wir die Flughafenfeuerwehr, deren alltägliche (oder auch nicht so alltägliche) Arbeit erklärt wurde. Uns wurde sogar ein Löschfahrzeug in Aktion präsentiert, vor dem wir nach der Vorstellung noch ein Gruppenfoto schossen. Nach der Tour besuchten wir ebenfalls die dortige Flughafenausstellung, auf der wir unser erworbenes Wissen noch einmal erweitern konnten.

Zum Ende des Tages trafen wir uns alle zum „Good bye-dinner“ in der Pizzeria „Lo Studente“ in München. Dort erhielten wir auch unsere Abschiedsgeschenke: ein weißes T-Shirt, einen Turnbeutel und einen USB-Stick – allesamt mit unserem ERASMUS+ -Logo! Während dem Essen bot sich noch einmal eine gute Möglichkeit sich mit allen zu unterhalten und sich zu verabschieden, denn am nächsten Tag stand leider schon wieder die Abreise auf dem Programm.

Am Samstag, den 11.03. war dann auch die Zeit wieder rum und die Partner fuhren ab. Auch dies geschah wieder zu unterschiedlichen Zeiten (Schweden 6:55 Flughafen, Slowenien 9:00 Schule und Belgien 11:30 Flughafen) und meist auch unter Tränen. Es ist schon lustig, wie man jemanden, den man kaum eine Woche kennt, vermissen kann. Allen in allem ist das Projekttreffen hier in Deutschland eine tolle Erfahrung für uns alle gewesen.

Von Alicia, Marit, Verena & Manuel vom ERASMUS+-Projekt

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