Unsere "Fünfties"

Für unsere Fünftklässler war dieses Schuljahr bisher etwas ganz Besonderes. Am 10. September letzten Jahres kam für die Kinder der große Tag: der erste Schultag am OMG. Zusammen mit ihren Eltern waren die Mädchen und Jungen Zeugen, wie ein junger Apfelbaum im Schulgarten gepflanzt wurde. Dieser ergänzt den Schulgarten und ist als Apfelbaum der aktuellen Fünftklässler erkennbar. Klein, grün und schlank ist der Baum noch – doch er hat schon an Standfestigkeit gewonnen, ist windtrotzend und gedeiht recht gut.

Die Schülerinnen und Schüler hatten nach diesem ersten aufregenden Tag bereits richtig viel zu tun. Unbekannte KlassenkameradInnen, viele neue Fächer mit noch mehr Büchern, neugierige LehrerInnen und zahlreiche Termine mussten in den ersten Schultagen bewältigt werden. Doch die Kinder fanden sich schnell zurecht. Sie entdeckten die letzten Winkel des OMGs und fühlten sich schon bald im Schulalltag recht wohl. Für einige Schülerinnen und Schüler dauerte dieser Eingewöhnungsprozess ein bisschen länger. Aber dafür gibt es am OMG vielfältige Unterstützungssysteme: Bereits am ersten Schultag waren die Tutoren der 10. Klassen im Einsatz. Tutoren, das sind für unsere „Kleinen“ Ansprechpartner, Unterstützer und Freunde. Inzwischen hat sich bestimmt jedes Kind recht gut eingelebt am OMG.

Nach vier Wochen Unterricht ging es für die Schülerinnen und Schüler in die bayerischen Voralpen nach Kreuth. In der Nähe des Tegernsees verbrachten alle 5. Klassen drei Tage in einer Jugendherberge. Ziel dieser Tage war es, sich besser kennenzulernen und die Klassengemeinschaft zu stärken. Dafür wurden externe Experten engagiert, die zusammen mit den begleitenden Lehrkräften das erlebnispädagogische Programm gestalteten (ein Foto im internen Bereich). Es regnete an vielen Tagen in dieser Oktoberwoche, teilweise sogar in Strömen. Doch das hielt die Klassen nicht auf, sich in der Natur zu bewegen und Erlebnisse zu sammeln. Viele Aktionen und Gespräche der Sozialpädagogen mit den SchülerInnen fanden im Freien statt. Auf dem Programm standen insbesondere eine Wanderung an den Tegernsee und eine spannende Nachtwanderung im Wald. Zusammen bei Tisch oder im gemeinsamen Zimmer mussten die Kinder Selbstständigkeit und Teamfähigkeit zeigen.

Zurück in der Schule begann Ende Oktober bereits die erste Schulaufgabenphase, die unsere FünftklässlerInnen aber bestens meisterten. Wöchentlich lernten die Kinder auch ihre methodischen und digitalen Kompetenzen auszubauen. Die Lehrkräfte und die Klassenleiter im Besonderen zeigten ihnen, wie man richtig lernt. Denn: Lernen lernen ist eine sehr wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Weg am Gymnasium.

Auch das Schulleben hatte es in den bisherigen Monaten in sich. Sehr viele SchülerInnen nahmen an den Aktionen der Tutoren teil. Jede 5. Klasse ist einer Tutorengruppe zugeteilt, die aus SchülerInnen der 10. Klassen besteht. Mehr als 60 ZehntklässlerInnen engagieren sich so für unsere „Kleinen“. Sie veranstalteten Treffen, bei denen Schnitzeljagd, Teambuilding-Spiele, Kinobesuche, usw. auf dem Programm standen. Vertreten waren die FünftklässlerInnen auch zahlreich bei den Partys der SMV.

Der Höhepunkt war aber das Willkommensfest Ende Januar (Fotos im internen Bereich). Bei diesem Fest werden die SchülerInnen der 5. Klassen ganz offiziell in die Schulfamilie aufgenommen. Das Besondere an diesem Fest ist die Gestaltung durch die FünftklässlerInnen. Zusammen mit ihren Lehrkräften zeigen die SchülerInnen, was sie bisher in künstlerischer, musischer und sportlicher Hinsicht am Gymnasium gelernt haben. Eine Ausstellung zeigte Projekte aus dem Kunstunterricht und während der Veranstaltung musizierten sowie sangen die Kinder selbst. Begrüßt wurden die „Kleinen“ jedoch von den „Großen“. Die Schulband eröffnete die Veranstaltung mit einem Lied, das besser nicht passen könnte: „Auf uns“. Anschließend wurden durch die KlassensprecherInnen die Wunschzettel, die jedes Kind über die zukünftige Zeit am OMG geschrieben hat, in Schatzkisten gelegt. Die verschlossenen Schatzkisten sollen erst zum Abitur im Jahr 2028 wieder geöffnet werden. „Mögen sich alle Wünsche erfüllen!“ Anschließend schickten 22 SchülerInnen verschiedener Nationalitäten einen Willkommensgruß in ihrer Muttersprache an das Publikum. Auch aus dem Sportunterricht wurden von jeder Klasse faszinierende Einlagen präsentiert, so dass sich die Kinder je ein OMG-Lebkuchenherz verdienten, die dankenswerterweise vom Förderverein gestiftet wurden. Ganz besonders zu erwähnen ist jedoch die Tatsache, dass die zweistündige Veranstaltung hauptsächlich von zwei Schülerinnen der Klasse 5c moderiert wurde. Der kurzweilige und unvergessene Abend endete mit dem von den Fünftklässlern vorgetragenen Song „Tage wie diese“.

Sebastian Attenberger

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