Deep-Sky-Objekt des Monats: Februar 2026

04.02.2026 von Dr. Wolfgang Ober

Mondphasen, Planetenbeobachtungen und vieles mehr.

Der Sternenhimmel im Februar 2026 (21:00 MEZ)

Sternbilder

Im Februar wird der Sternhimmel der mittleren nördlichen Breiten vom Wintersechseck dominiert. Dieses großräumige Asterismus setzt sich aus den hellen Sternen Capella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux zusammen und überspannt einen erheblichen Teil des Südhimmels. Die beteiligten Sterne gehören unterschiedlichen Spektralklassen an und repräsentieren sehr verschiedene Entwicklungsstadien stellarer Evolution.

Die Wintermilchstraße verläuft nahezu entlang des Meridians. Sie zieht sich vom Perseus im Nordwesten über den Fuhrmann mit seinem Hauptstern Capella (Spektralklasse G8 III, Entfernung ≈ 43 Lj, scheinbare Helligkeit m ≈ 0,08) weiter zu den Zwillingen. Dort fallen Pollux (K0 III, Entfernung ≈ 34 Lj) und Castor (Mehrfachsternsystem, Entfernung ≈ 52 Lj) auf, die trotz ähnlicher scheinbarer Helligkeit physikalisch sehr unterschiedliche Sterne sind.

Von dort setzt sich die Milchstraße durch das lichtschwache Sternbild des Einhorns (Monoceros) fort, eine Region, die reich an interstellarem Gas und offenen Sternhaufen ist, und erreicht schließlich den Bereich um Sirius nahe dem südlichen Horizont.

Innerhalb dieser dichten Sternfelder befinden sich mehrere auffällige offene Sternhaufen, darunter M35 in den Zwillingen (Entfernung ≈ 2 800 Lj), M36 und M37 im Fuhrmann (Entfernung ≈ 4 100 Lj bzw. 4 500 Lj). Diese jungen Sternhaufen bestehen überwiegend aus heißen, blauen Sternen der Spektralklassen A und B und heben sich bereits im Fernglas deutlich vom Hintergrund der Milchstraße ab.

Das markante Sternbild Orion hat den Meridian bereits überschritten. Besonders auffällig sind seine drei nahezu gleich hellen Gürtelsterne Alnitak, Alnilam und Mintaka, allesamt heiße, massereiche O- bzw. B-Sterne mit Entfernungen von mehreren hundert Lichtjahren. Der rötlich leuchtende Schulterstern Beteigeuze ist ein Roter Überriese, dessen Radius mehrere hundert Sonnenradien beträgt und der sich in einem späten Stadium seiner Entwicklung befindet.

Verlängert man die Linie der Gürtelsterne nach Südosten, erreicht man Sirius, den hellsten Stern des Nachthimmels (scheinbare Helligkeit m ≈ −1,46). Sirius ist ein A1 V-Hauptreihenstern in nur etwa 8,6 Lichtjahren Entfernung und besitzt mit Sirius B einen Weißen Zwerg als Begleiter. Nach dem Untergang der Venus wird Sirius in seiner scheinbaren Helligkeit lediglich noch vom Planeten Jupiter übertroffen, der sich im Februar 2026 im Sternbild Stier aufhält.

Die klassischen Herbststernbilder wie Pegasus und Andromeda sind inzwischen weit nach Nordwesten gerückt. Auch das charakteristische W der Kassiopeia sinkt langsam Richtung Horizont. Gleichzeitig erscheint im Osten das Sternbild Löwe, dessen Hauptstern Regulus (B7 V, Entfernung ≈ 79 Lj) den nahenden Frühlingshimmel ankündigt. Seine Lage nahe der Ekliptik macht ihn zudem häufig zum Ziel von Mond- und Planetenbegegnungen.