Deep-Sky-Objekt des Monats: Januar 2026

15.01.2026 von Dr. Wolfgang Ober

Mondphasen, Planetenbeobachtungen und vieles mehr.

Der Sternenhimmel im Januar 2026 (21:00 MESZ)

Sternbilder

Das „Herbstviereck“ des Pegasus ist nun schon weit an den westlichen Abendhimmel gewandert und auch M31, die Andromeda-Galaxie, sowie die M33, die Dreiecks-Galaxie, haben den Meridian bereits passiert. Der südwestliche Teil des Himmels ist derzeit arm an hellen Sternen, nur Saturn, mittlerweile tief im Südwesten, kann noch hervorstechen. Der östliche Teil des Himmels bietet dagegen eine ganz andere Qualität an hellen Sternen. Im Nordosten bietet das Sternbild des Perseus mit seinem „Teufelsstern“ „Algol“ = ß Per ein interessantes Beobachtungsobjekt. Etwas weiter südlich funkelt M45, das „Siebengestirn“ der Plejaden. M45 ist ein relativ naher offener Sternhaufen in nur ca. 440 Lichtjahren Entfernung. Noch näher an der Erde befindet sich der offene Sternhaufen der Hyaden mit dem hellen Stern Aldebaran = α Tau im Stier. Zwischen den Hörnern des Stiers befindet sich M1 aus dem Messierkatalog. Dieser Nebel ist aus einer Supernovaexplosion im Jahr 1054 entstanden. Weiter zum Osthorizont finden wir das Wintersternbild schlechthin. Der Himmelsjäger Orion mit dem roten Überriesen Beteigeuze als Schulterstern, dem hellen blauen Riesenstern Rigel, der seinen Fuß begrenzt, sowie den markanten drei hellen und heißen Gürtelsternen. Unterhalb des Gürtels erkennt man ein schwach leuchtendes nebliges Objekt. Das ist der bekannte große Orionnebel, eine Sternengeburtsstätte in ca. 1500 Lichtjahren Entfernung.

Am 21.12.2025 um 16h03min MEZ steht die Sonne im Winterpunkt. Mit der Wintersonnenwende beginnt der astronomische Winter auf der Nordhalbkugel. Die Tage werden wieder länger.