Der Sternenhimmel im April 2026 (22:00 MESZ)

20.04.2026 von Dr. Wolfgang Ober, Arne Terkowski

Mondphasen, Planetenbeobachtungen und vieles mehr.

Sternbilder

Im April ist der Übergang vom Winter- zum Frühlingshimmel weit fortgeschritten. Die typischen Wintersternbilder sind fast vollständig verschwunden, während die Frühlingssternbilder den Himmel dominieren.

Der Löwe (Leo) steht nun hoch am Südhimmel und ist eines der auffälligsten Sternbilder dieser Jahreszeit. Sein hellster Stern Regulus (α Leonis) liegt weiterhin nahe der Ekliptik und markiert den „Herzstern“ des Löwen.

Östlich davon erstreckt sich die das Sternbild Jungfrau (Virgo). Ihr hellster Stern Spica (α Virginis) ist nun gut sichtbar. Das Licht von Spica hat sich vor ca. 250 Jahren zu uns auf den Weg gemacht, wurde auf seiner „Reise“ unterwegs nicht blockiert und trifft auf unser Auge, wenn wir in einer klaren Nacht in den Himmel blicken. Wir sehen also (wie immer bei der Sternbeobachtung) in die Vergangenheit. Spica hat den achtfachen Radius unserer Sonne und eine Oberflächentemperatur von ca. 26000 K.

Weiter im Osten dominiert das Sternbild Bootes (Bärenhüter) mit dem vierthellsten Stern des Nachthimmels, dem orangefarbenen Riesenstern Arktur (α Bootis).

Die drei Sterne Regulus, Arktur und Spica bilden das markante Frühlingsdreieck, das den zentralen Bereich des Frühlingshimmels kennzeichnet.

Im Westen steht das Sternbild Orion steht bereits sehr tief und ist nur noch kurz nach Sonnenuntergang sichtbar. Auch andere Wintersternbilder wie Zwillinge und Stier verschwinden zunehmend aus dem Abendhimmel.

Im Osten kündigen sich mit Herkules und Lyra (Leier) bereits die ersten Sommersternbilder an.

Diese markieren den beginnenden Übergang zum Sommerhimmel, auch wenn sie um 21:00 Uhr noch relativ tief stehen.

Die Ekliptik verläuft weiterhin durch die Sternbilder Zwillinge, Krebs, Löwe und Jungfrau. Entlang dieser Linie bewegen sich – wie bereits im März beschrieben – weiterhin Sonne, Mond und Planeten.