„Dia Dhuit“
24.03.2026 von Andrea HollerEin herzliches „Grüß Gott“ an Audrey Logemann, einen ganz besonderen irischen Gast.
Mit großer persönlicher, pädagogischer und kultureller Begeisterungsfähigkeit
Der Englischkurs e2 von Frau Holler durfte im Rahmen des Unterrichts und des hier behandelten Themengebietes Irland Frau Audrey Logemann für einen 45-minütigen Austausch begrüßen – und das genau passend in der Woche, in der auch der St. Patrick’s Day, der irirsche Nationalfeiertag, stattfand.
Mit großer persönlicher, pädagogischer und kultureller Begeisterungsfähigkeit sowie mit ganz wunderbar passenden Materialien im Gepäck trat Frau Logeman vor den Kurs. Die aus Dublin stammende Irin lebt und arbeitet als freiberuflich Schaffende in Deutschland und hat hier u. a. in Erding irische Sprachkurse unterrichtet. Schnell merkte man daher, dass Sie auch mit Jugendlichen hervorragend in Kontakt treten kann. Gleich zu Beginn ihres bereichernden Vortrags motivierte die sehr sympathische und dem Kurs zugewandte Irin mithilfe eines humorvollen Videos, das die Beziehung zwischen der Republik Irland, Nordirland und England beleuchtete. Denn genau das war eine der Fragen, die dem Kurs bereits im Vorfeld von Interesse erschienen. Die Bedeutung der Religion sowie der Religionszugehörigkeit in Irland, der enorme historische Wert des Good Friday Agreement von 1998 und auch die Bedeutung von Gaeilge, des Irischen, wurden – v. a. durch persönliche Beispiele aus dem Leben Audrey Logemanns – allerbestens beleuchtet. Schließlich war es Frau Holler und dem Kurs auch ein Anliegen, im Sinne der interkulturellen Verständigung einen authentischen und wahrheitsgetreuen Einblick in typische Vorstellungen und Auffassungen über Irland zu erhalten und diese ggf. zu korrigieren. Wir wissen nun u. a., dass Iren eher über subtile Botschaften kommunizieren, viel schneller in Kontakt mit ihren Mitmenschen treten und im Rahmen einer kommunikativen Situation, in der eine Einladung ausgesprochen wird, zunächst erst ablehnen würden, bevor beim dritten Mal dann diese Einladung angenommen wird. Das sind wertvolle Hinweise für die Jugendlichen, denen Irland als Mitglied der EU u. a. für universitäre Aufenthalte in der Zukunft evtl. ganz attraktiv erscheint. Und auch wenn es Unterschiede in typisch deutschen und typisch irischen Verhaltensweisen und Traditionen gibt, so halten wir uns gemeinsam mit Andrey Logemann an die ganz wunderbare Aussage des irischen Schriftstellers James Joyces: gesellschaftlich definierte Kategorien wie „Nationalität“, „Sprache“ und „Religion“ sollen nie die persönliche Entfaltung des Individuums behindern. Wenn wir das Zitat ausweiten, dann dürfen diese Kategorien auch die Kommunikation zwischen Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kulturen nicht behindern.
„When a man is born…there are nets flung at it to hold it back form flight. You talk to me of nationality, language, religion. I shall try to fly by those nets!” (James Joyce)
Schlussendlich war Audrey Logemanns bereichernder Besuch in Frau Hollers Kurs demnach auch ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung und so sagen wir „Go raibh math agat!“ – ein irischer Ausdruck, der so viel mehr Bedeutung in sich trägt als das vergleichsweise karge Wort „Danke“.