Frischer Wind für eine flexible Arbeitsweise – Agiles Projektmanagement

24.03.2026 von Lorenz Vogt

Ein Nachmittag mit dem Business Agility Consultant Julius Vogt für den gesamten 11. Jahrgang des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums.

Agiles Denken

Unsere Arbeitswelt wird immer digitaler, wandelt sich rasant und fordert deshalb zunehmend Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren. Diese Kompetenzen sind jedoch nicht angeboren, sondern können gezielt erlernt und trainiert werden. Aus diesem Grund setzen immer mehr große Unternehmen auf professionelles Coaching für ihre Mitarbeitenden – insbesondere für Entwickler und Softwaredesigner, aber auch in der Automobilbranche spielt das sogenannte Agile Denken und entsprechende Werte wie Respekt, Mut, Selbstverpflichtung und Vertrauen eine nicht mehr wegzudenkende Rolle, vor allem angesichts der zunehmenden globalen Konkurrenz für den deutschen Automobilmarkt.

Ein Experte auf diesem Gebiet ist Julius Vogt, der als Business Agility Consultant bei Capgemini Invent in Wien arbeitet und mittlerweile bei unterschiedlichsten Unternehmen als Berater tätig war. Groß war die Begeisterung, als klar war, dass Herr Julius Vogt dieses Jahr sogar genug freie Kapazitäten hatte, um den inzwischen jährlich stattfindenden Workshop diesmal sogar vor Ort zu halten. Schon bei seinem ersten Auftreten machten die Schülerinnen und Schüler große Augen: Jung, dynamisch und stets mit einem Lächeln auf den Lippen gestaltete er den Nachmittag sehr kurzweilig, indem er geschickt mit Inputphasen hochaktuellen Inhalts und praktischen Teilen zur Agilen Arbeitsweisen, Problemanalyse sowie Teambuilding variierte. Dabei vermittelte er nicht nur die Grundlagen des Agilen Projektmanagements, sondern gewährte den Teilnehmenden auch wertvolle Einblicke in die moderne Arbeitswelt. Auch in diesem Jahr gestalteten die Schülerinnen und Schüler im Plenum einen größeren Teil des Workshops, indem sie ihre Konzepte vorstellten und sich direkt an Ort und Stelle beraten ließen. Dabei fand der 29-jährige Experte Julius Vogt eine gelungene Balance zwischen Nähe zu den Schülerinnen und Schülern und professionelles Fachvokabular (wie beispielsweise in diesem Jahr „Pull- und Pushmarketing“). Interessant war dabei, dass die P-Seminare vor ganz ähnlichen Problemen stehen wie auch Projektteams großer Unternehmen.

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren darüber hinaus, dass Projekte heute kleinschrittiger geplant sowie umgesetzt werden müssen und man stets einen frischen Geist und eine gewissen Offenheit für Einfälle anderer haben muss, auch wenn man im ersten Moment so manche Bedenken hat. Ein kontinuierlicher Austausch mit der Zielgruppe, eine klare Aufgabenverteilung und eine effektive Kommunikation – beispielsweise über ein sogenanntes Kanban-Board – sind ferner entscheidend für den Erfolg. Einige P-Seminare hatten sich bereits vor dem Workshop an der agilen Arbeitsweise versucht, Rollen wie Product Owner oder Scrum Master verteilt und ihre Projekte in gleichmäßige Zeiteinheiten („Sprints“) von maximal vier Wochen unterteilt. Innerhalb dieser Sprints arbeiteten sie in kleinen Gruppen an Teilabschnitten des Produkts („Inkremente“), die am Ende jeder Phase potenziell nutzbar sein sollten.

Insgesamt war die Veranstaltung nicht nur ein Gewinn für die laufenden P-Seminare, sondern auch eine wertvolle Erfahrung für die persönliche Weiterentwicklung der Teilnehmenden, und trug im letzten Jahr entscheidend zu dem Gewinn des P-Seminar-Preises 2025 bei!