Gesellschaftswissenschaften

In dieser Kategorie finden Sie Beiträge aus den Fächern Geschichte, Sozialkunde, Wirtschaft/Recht und Religion.

Unsere OMG-Zeitzeugen im Interview

25 Jahre gibt es das OMG schon.

Was ist in dieser Zeit alles passiert? Wie hat sich die Schule entwickelt?

Die Schülerinnen und Schüler der 10d haben im Zusammenhang des fächerübergreifenden Projekts in den Fächern Geschichte und Sozialkunde diejenigen gefragt, die es wissen müssen: Unsere schulinternen "Zeitzeugen".

Einige Lehrer und unsere Sekretärin konnten nämlich schon von Beginn an die Entwicklung unserer Schule mitverfolgen.

Was sie so zu erzählen haben, könnt ihr im internen Bereich herausfinden. Hier findet ihr die Videos, die die Zehntklässler gedreht haben. Schaut rein! - Es lohnt sich!

Vielen lieben Dank an die Zeitzeugen, dass sie sich für die Interviews zur Verfügung gestellt haben.

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KZ-Gedenkstätte Dachau - Ein Tag in der Vergangenheit am außerschulischen Lernort

gedenkstätte

An einem sonnigen Dienstagmorgen machten wir, die Schüler der Q11, uns gegen 8.05 Uhr auf den Weg nach Dachau, um dort die KZ-Gedenkstätte zu besuchen. Nach einer einstündigen Fahrt mit dem Doppeldeckerbus kamen wir am Internationalen Jugendgästehaus Dachau, welches ca. 15 Gehminuten von der Gedenkstätte entfernt liegt, an.

Dort wurden wir in fünf gleichgroße Gruppen eingeteilt und „Teamerinnen" des Max-Mannheimer-Studienzentrums zugeteilt. Sie führten uns in die Geschichte des Konzentrationslagers und der damit verbundendenen Zeit des nationalsozialistischen Regimes ein. Besprochen wurden unter anderem Dokumente der SS bezüglich ihrer Organisation und Propaganda sowie die Anzahl und Lage verschiedener Arbeits- bzw. Konzentrationslager.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Jugendherberge ging es zu Fuß zur Gedenkstätte. Durch das kürzlich noch als gestohlen gegoltene Tor mit dem bekannten Spruch "Arbeit macht frei" gelangten wir auf den Appellplatz. Nach kurzer Bekanntmachung mit der Lage verschiedener Gebäude und allgemeinen Fakten, besichtigten wir zuerst das ehemalige Wirtschaftsgebäude. Hier wurden neu ankommende Häftlinge in einem Vorraum registriert und ihre mitgebrachten Habseligkeiten dokumentiert. Anschließend folgte das Häftlingsbad, in welchem man sich entkleiden musste und dann rasiert sowie desinfiziert die neue Häftlingskleidung anziehen musste.

Daraufhin bekamen wir einen Einblick in das Lagergefängnis, auch Bunker genannt. Einige rauschten nur schnell durch, denn darin war es eiskalt und auch der lange enge Gang war nicht jedem geheuer. Es war im Allgemeinen schwer vorstellbar für uns, wie man Menschen in 70x70cm kleinen Zellen ohne Toilette und teilweise ohne Licht für mehrere Monate wegsperren konnte.

Danach schauten wir uns die rekonstruierten Baracken, die Schlafsäle der Häftlinge, an. Erschreckend war der Fakt, dass in den für 6000 Menschen ausgerichteten Sälen am 29. April 1945, dem Tag der Befreiung des Lagers durch die Amerikaner, über 30.000 völlig entkräftete Menschen dort gefangen waren. Der letzte Punkt der Führung war das Krematorium. Hier wurden Leichen gelagert und anschließend verbrannt. Auch gab es vor Ort eine Gaskammer wie man sie beispielsweise aus Auschwitz kennt, jedoch kamen in Dachau durch diese als Brausebäder oder Desinfektionsräume getarnte Gaskammer "nur" 4 Menschen zu Tode.

Nach einer abschließenden Reflexionsrunde im Jugendhaus, ging es mit dem Bus zurück nach Neufahrn. Obwohl der Tag sehr anstrengend und lang war, fanden wir ihn dennoch interessant und aufschlussreich. Die Einblicke, die uns geboten wurden, erweiterten unser bisher erlerntes Schulwissen zu den Arbeits- und Konzentrationslagern. Wir empfinden es als wichtig, die Gedenkstätte als internationales Mahnmal kennenzulernen und als Teil der deutschen Geschichte nicht zu ignorieren.

von Schülerinnen aus der Q11

Im internen Bereich könnt ihr Fotos vom Studientag Geschichte sehen.

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Abba Naor - Ein Zeitzeuge erzählt seine Geschichte und beeindruckt

zeitzeuge

Bewundernswert und erstaunlich, wenn man sich im Alter von 89 Jahren nicht zur Ruhe setzt, sondern sich rastlos dafür einsetzt, dass Menschen aus der Vergangenheit lernen. - Damit sich nicht mehr ereignet, was man in seiner Jugend schmerzvoll erfahren musste.

Noch gut zwei Wochen zuvor begleitete Abba Naor, einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen des Holocaust, den derzeitigen amerikanischen Vizepräsidenten Michael Pence bei einem Rundgang auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau. Am Mittwoch, den 08.03.2017, kam Abba Naor bereits zum vierten Mal in in die Aula des OMG, um den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen seine Geschichte zu erzählen. Zu Gast war auch die Jahrgangsstufe 9 der Imma-Mack-Realschule Eching.

Als Schulen gegen Rassismus und Schulen mit Courage sollte gemeinsam auch ein Zeichen in der heutigen Zeit gesetzt werden. - Ein Zeichen für mehr Menschlichkeit und Miteinander, statt Hass und Gewalt.

Gisela Schauz

Welchen Eindruck die Geschichte von Abba Naor bei Schülerinnen und Schülern hinterlassen hat, können Sie im internen Bereich lesen.

 

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