Gesellschaftswissenschaften

In dieser Kategorie finden Sie Beiträge aus den Fächern Geschichte, Sozialkunde, Wirtschaft/Recht und Religion.

Ausstellung: Martin Luther und die Reformation

Zum Reformationsjubiläum gibt es am OMG Kirchengeschichte zum Anfassen

Anlässlich des diesjährigen Reformationsjubiläums findet am Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn vom 23.10.2017 bis zum 10.11.2017 die Ausstellung ′Reformation zum Begreifen′ statt.

Die Ausstellung wurde von Studentinnen und Studenten verschiedener Fakultäten an der LMU unter Leitung des Lehrstuhls für praktische Theologie erstellt und von der evangelischen Landeskirche sowohl konzeptionell als auch finanziell unterstützt. Sie wurde zunächst an der evangelischen Jugendkirche München genutzt und steht jetzt dem OMG zur Verfügung.

Lehrkräfte der Fachschaften evangelischen und katholische Religionslehre, Ehtik und Geschichte können in den beiden Wochen vor und nach dem Reformationstag ihren Lerngruppen in der interaktiven Ausstellung die Gelegenheit geben, sich mit wichtigen Themenbereichen der Reformation, aber auch Aspekten, die die Wirkung reformatorischen Denkens und Glaubens bis heute in den Blick nehmen, auseinander zu setzten.

Susanne Schmerl

Unsere OMG-Zeitzeugen im Interview

25 Jahre gibt es das OMG schon.

Was ist in dieser Zeit alles passiert? Wie hat sich die Schule entwickelt?

Die Schülerinnen und Schüler der 10d haben im Zusammenhang des fächerübergreifenden Projekts in den Fächern Geschichte und Sozialkunde diejenigen gefragt, die es wissen müssen: Unsere schulinternen "Zeitzeugen".

Einige Lehrer und unsere Sekretärin konnten nämlich schon von Beginn an die Entwicklung unserer Schule mitverfolgen.

Was sie so zu erzählen haben, könnt ihr im internen Bereich herausfinden. Hier findet ihr die Videos, die die Zehntklässler gedreht haben. Schaut rein! - Es lohnt sich!

Vielen lieben Dank an die Zeitzeugen, dass sie sich für die Interviews zur Verfügung gestellt haben.

Im internen Bereich anmelden, um weiterzulesen.

KZ-Gedenkstätte Dachau - Ein Tag in der Vergangenheit am außerschulischen Lernort

gedenkstätte

An einem sonnigen Dienstagmorgen machten wir, die Schüler der Q11, uns gegen 8.05 Uhr auf den Weg nach Dachau, um dort die KZ-Gedenkstätte zu besuchen. Nach einer einstündigen Fahrt mit dem Doppeldeckerbus kamen wir am Internationalen Jugendgästehaus Dachau, welches ca. 15 Gehminuten von der Gedenkstätte entfernt liegt, an.

Dort wurden wir in fünf gleichgroße Gruppen eingeteilt und „Teamerinnen" des Max-Mannheimer-Studienzentrums zugeteilt. Sie führten uns in die Geschichte des Konzentrationslagers und der damit verbundendenen Zeit des nationalsozialistischen Regimes ein. Besprochen wurden unter anderem Dokumente der SS bezüglich ihrer Organisation und Propaganda sowie die Anzahl und Lage verschiedener Arbeits- bzw. Konzentrationslager.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Jugendherberge ging es zu Fuß zur Gedenkstätte. Durch das kürzlich noch als gestohlen gegoltene Tor mit dem bekannten Spruch "Arbeit macht frei" gelangten wir auf den Appellplatz. Nach kurzer Bekanntmachung mit der Lage verschiedener Gebäude und allgemeinen Fakten, besichtigten wir zuerst das ehemalige Wirtschaftsgebäude. Hier wurden neu ankommende Häftlinge in einem Vorraum registriert und ihre mitgebrachten Habseligkeiten dokumentiert. Anschließend folgte das Häftlingsbad, in welchem man sich entkleiden musste und dann rasiert sowie desinfiziert die neue Häftlingskleidung anziehen musste.

Daraufhin bekamen wir einen Einblick in das Lagergefängnis, auch Bunker genannt. Einige rauschten nur schnell durch, denn darin war es eiskalt und auch der lange enge Gang war nicht jedem geheuer. Es war im Allgemeinen schwer vorstellbar für uns, wie man Menschen in 70x70cm kleinen Zellen ohne Toilette und teilweise ohne Licht für mehrere Monate wegsperren konnte.

Danach schauten wir uns die rekonstruierten Baracken, die Schlafsäle der Häftlinge, an. Erschreckend war der Fakt, dass in den für 6000 Menschen ausgerichteten Sälen am 29. April 1945, dem Tag der Befreiung des Lagers durch die Amerikaner, über 30.000 völlig entkräftete Menschen dort gefangen waren. Der letzte Punkt der Führung war das Krematorium. Hier wurden Leichen gelagert und anschließend verbrannt. Auch gab es vor Ort eine Gaskammer wie man sie beispielsweise aus Auschwitz kennt, jedoch kamen in Dachau durch diese als Brausebäder oder Desinfektionsräume getarnte Gaskammer "nur" 4 Menschen zu Tode.

Nach einer abschließenden Reflexionsrunde im Jugendhaus, ging es mit dem Bus zurück nach Neufahrn. Obwohl der Tag sehr anstrengend und lang war, fanden wir ihn dennoch interessant und aufschlussreich. Die Einblicke, die uns geboten wurden, erweiterten unser bisher erlerntes Schulwissen zu den Arbeits- und Konzentrationslagern. Wir empfinden es als wichtig, die Gedenkstätte als internationales Mahnmal kennenzulernen und als Teil der deutschen Geschichte nicht zu ignorieren.

von Schülerinnen aus der Q11

Im internen Bereich könnt ihr Fotos vom Studientag Geschichte sehen.

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