Das P-Seminar Geschichte auf den Spuren der Kelten: Informationstafel am Keltenweg

Warum heißt der Weg, an dem sich das Oskar-Maria-Graf-Gymnasium befindet, Keltenweg?

Dieser Frage gingen zwölf Teilnehmer des P-Seminars Geschichte 2018/19 „OMG – Die Kelten kommen“ gemeinsam mit ihrer Seminarleiterin Frau Schauz im Schuljahr 2018/19 nach. Mit Hilfe von Ernest Lang vom Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn e.V., Alfred Ballauf vom Archäologischen Verein Freising und Delia Hurka von der Kreisarchäologie Freising, die das Seminar als außerschulische Partner tatkräftig unterstützten, tauchten die Schülerinnen und Schüler in das Leben und den Alltag der Kelten vor 2500 Jahren ein und arbeiteten sich in den aktuellen archäologischen Wissensstand ein.

Den Grund für die Bezeichnung „Keltenweg“ haben die Seminarteilnehmer durch ihre Nachforschungen herausgefunden: Im Zuge der Ausgrabungen auf dem späteren Schulgelände im Jahr 1994 entdeckten die Archäologen neben Resten der Römerstraße und zahlreichen römischen Siedlungsspuren auch ein Fibelfragment (eine Gewandschließe) der frühen Latènezeit (ca. 5. bis 3. Jahrhundert n. Chr.). Diese Zeitspanne wird zusammen mit der vorhergehenden Hallstattzeit heute allgemein mit dem Begriff der Keltenzeit verbunden. Da es in Neufahrn und in der näheren Umgebung viele weitere Fundstellen aus dieser Zeit gibt, schlug ein Mitglied des damaligen Gemeinderates die Bezeichnung „Keltenweg“ vor.

Darüber hinaus konnten sich die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck über die praktische Arbeit der Archäologen bei dem Besuch einer Ausgrabung in Neufahrn und bei einem Infonachmittag des Archäologischen Vereins Freising im Depot des Landratsamtes verschaffen und erarbeiteten ein zweitägiges Projekt für die 6. Jahrgangsstufe, das an den Kulturtagen des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums durchgeführt wurde. Dabei beschäftigten sich die Sechstklässler am ersten Projekttag an verschiedenen Stationen mit der Kultur und Geschichte der Kelten. Für den zweiten Tag organisierte das Seminar eine Exkursion in das Keltendorf Gabreta.

Da sich im Laufe der Erarbeitung zeigte, dass auch eine breitere Öffentlichkeit Interesse an den Forschungsergebnissen des Seminars hatte, wurden die Erkenntnisse über die Ursprünge der Wegbezeichnung, über die Geschichte und Kultur der Kelten und über archäologische Fundstellen im Raum Neufahrn aus dieser Zeit zusätzlich gebündelt und in Form einer öffentlichen Informationstafel mithilfe von Frau Delia Hurka nicht nur den Mitgliedern der Schulfamilie, sondern auch interessierten Neufahrnern zugänglich gemacht.

Die Informationstafel, die am Keltenweg aufgestellt wurde, konnte durch Unterstützung des Fördervereins, des Elternbeirats, der Fahrschule Jam und des OMGs finanziert werden. Am 19.07.2019 wurde die Tafel in einem feierlichen Rahmen von Franz Vogl, als eine seiner letzten Amtshandlungen als Schulleiter, enthüllt (Fotos der Veranstaltung im internen Bereich). Dieser äußerte nicht nur die Zuversicht, dass die Tafel „angeschaut wird“, sondern auch die Hoffnung, dass sie nicht gleich Schmierereien zum Opfer fällt. Bei der Veranstaltung hob die Kreisarchäologin Frau Hurka vor allem die Leistung der Schülerinnen und Schüler hervor: „Ihr habt Enormes geleistet, und dass das, was ihr heraus gefunden habt, jetzt vor Ort ankommt, bei den Menschen, ist großartig." Dem stimmte auch Bürgermeister Franz Heilmeier zu, der vor allem schätzte, dass sich die Seminarteilnehmer mit den lokalen Ursprüngen Neufahrns beschäftigt haben. Angesichts des rasanten Wachstums der Gemeinde sei es „umso wichtiger, dass der Ort auf seine Wurzeln schaut".

Genauere Informationen können Sie der Informationstafel am Keltenweg (Foto rechts) und sehr bald auch einem ausführlichen Projektbericht unter der Rubrik P-Seminar auf der Homepage des OMG entnehmen.

Gisela Schauz, alle Fotos von Hans Katzenbogner

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P-Seminar „Neu hier?“ – Filme zum Test "Leben in Deutschland"

Neufahrn im Jahr 2016: Wir erinnern uns alle noch an den Bau der Traglufthalle am Keltenweg, gleich neben dem OMG und dem Kindergarten. 300 Flüchtlinge sollten darin untergebracht werden, doch gekommen ist es dazu nie. Im Juli 2017 wurde sie dann wieder komplett abgebaut. Die Traglufthalle ist jetzt wieder weg, aber das heißt nicht, dass es keine Flüchtlinge in Neufahrn gibt. Sie sind „neu hier“, müssen sich zurechtfinden und die Sprache, die Kultur und die Gepflogenheiten besser kennenlernen und verstehen. Deshalb ist es wichtig, sie in die Gesellschaft zu integrieren. Ähnlich geht es Menschen, die aufgrund ihres Jobs nach Deutschland kommen, zum Beispiel Fachkräfte aus verschiedenen Branchen und ihre Angehörigen.

Daher werden im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bundesweit regelmäßig stattfindende Deutschkurse zur Integration angeboten. Diese Kurse bietet für Neufahrn zum Beispiel das Sprachinstitut Alterlingua an. Seit einigen Jahren stellt das Oskar-Maria-Graf-Gymnasium dafür Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Migranten lernen in den Kursen die deutsche Sprache und möglichst viel „rund um Deutschland“. Ziel der Kursteilnehmer ist es, den Sprachtest und den Test „Leben in Deutschland" zu bestehen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer dann ein Zertifikat.

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich die Idee für das P-Seminar „Neu hier?“ (Leitfach: Sozialkunde) unter der Leitung von Frau Isabell Schneider. Wir, 7 Schülerinnen und 4 Schüler der Q11, erstellten Lernvideos für die Kursteilnehmer, um sie in der Vorbereitung auf den Test „Leben in Deutschland“ zu unterstützen. Inhaltliche Grundlage für die Filmarbeit waren die 300 Fragen dieses Tests, von denen bei der Prüfung dann jeweils 33 zu beantworten sind. Dazu wurden zu Beginn des Schuljahres kleine Gruppen innerhalb des P-Seminars gebildet, deren Ziel es war, jeweils zwei Filme zu entwickeln. Insgesamt sind so acht ganz unterschiedliche Filme entstanden – sowohl inhaltlich als auch von der Art der Umsetzung.

Denn die kreative Aufbereitung war uns Filmemachern frei gestellt. Um einen Einblick in die Kniffe der Filmarbeit mitsamt ihren Tücken zu vermitteln, besuchte eine Redakteurin des Bayerischen Rundfunks das P-Seminar. Sie erzählte von Storyboards, machte auf die Wichtigkeit der Drehplanung aufmerksam und zeigte Beispiele unterschiedlicher Kameraeinstellungen. Sie ermutigte, auch mal Ideen wieder zu verwerfen und neu zu denken. Und: sich zu trauen, so eine kreative Aufgabe zu meistern.

Für welche Umsetzung wir uns letztlich entscheiden wollten, blieb uns freigestellt. So setzten einzelne sich selbst in Szene, andere nutzen Animations-Apps und einige probierten sich in der „Legetechnik“. Auch inhaltlich befassen sich die Filme mit ganz unterschiedlichen Themen. So werden Fragen rund ums „Familienleben“ und das „Leben miteinander“ beantwortet und Fragen zur „Geschichte“ und „Geografie“ aufbereitet. Es wird veranschaulicht, welche „Feste in Deutschland“ gefeiert werden und auch politische Fragen zu dem „Wahlsystem“ und den „Grundrechten“ geklärt.

Wir durften die Filme auch vor unseren "Kunden" bei Alterlingua schon vorstellen. Vielen Dank dafür!

Das P-Seminar „Neu hier“ wünscht viel Spaß beim Anschauen und natürlich beim Lernen!

Gutes Gelingen allen Teilnehmern des Integrationskurses von Alterlingua!

das P-Seminars „Neu hier?“

Hier finden Sie den Test sowie Online-Übungsmöglichkeiten:


Und hier sind unsere Filme:


So waren die Robot Open

Das P-Seminar in Informatik hatte am Samstag, den 9.12.2017, zum Robot Open eingeladen. Das ist ein Robotik-Wettbewerb im Rahmen des MINT-Freising. Ziel war es, Kinder im Alter von 10-17 Jahren in einem kompetitiven Umfeld im Umgang mit Roboter-Systemen (u.a. Lego Mindstorms) und deren Software zu fördern. Es ging darum, den Roboter selbst zu designen und zu programmieren, sodass er vorgefertigte Aufgaben selbstständiglösen kann.

Im internen Bereich könnt ihr sehen, was für Roboter im OMG zur Schau gestellt worden sind. Mehr Informationen auf: www.robot-open.de

Die Fotos wurden von Herrn Katzenbogner gemacht. Im internen Bereich anmelden, um weiterzulesen.

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