In der Woche vom 14. bis zum 20. Oktober kamen noch einmal nur die Lehrer der Projekt-Partnerschulen aus Belgien, Schweden und Slowenien zu Besuch ans OMG. Es wurde viel über das Projekt diskutiert, bewertet und einiges geschrieben.

Das Ziel des Projekts war, die Förderung von besonders leistungsfähigen Schülern („Hochleistern“) zu verbessern und dazu neue Strategien auszuprobieren. Dazu fanden drei Projekttreffen in den unterschiedlichen Ländern statt: Im März 2017 ging es hier am OMG um Naturwissenschaften, im Oktober 2017 war in Belgien der Schwerpunkt auf das Themenfeld Geschichte und Politik gelegt und abschließend ging es beim Projekttreffen in Schweden um Sprache und Medien. Zu den einzelnen Treffen finden sich ausführliche Tagebucheinträge auf der Schulhomepage.

Am Freitag konnten wir einigen internationalen Lehrern und Schülern des OMG, die am Projekt teilgenommen hatten, Fragen stellen.

Welche Erfahrungen haben Sie im Umgang mit den Schülern erhalten? (Lehrerfrage)

Wir haben eine Menge neue Erfahrungen gemacht! Es war erstaunlich, wie gut und wie schnell sich die Schüler untereinander verstanden haben, sie haben zur sehr guten Atmosphäre beigetragen. Diese war im Vergleich mit anderen Austauschprojekten phänomenal, es ist selten, dass alles so reibungslos funktioniert. „Hochleister“ verstehen sich untereinander offenbar bestens, da sie vergleichbare Einstellungen haben.

Es war auch gut, Schüler Verantwortung übernehmen zu sehen, von denen man das nie erwartet hätte. Schüler in einer anderen Situation als im Klassenzimmer zu sehen ist immer interessant.

Wenn ich an ERASMUS+ denke, denke ich an… (Schüler)

  • … Freundschaft
  • … Englisch
  • … europäische Netzwerke
  • … Spaß

Ist eine Teilnahme an einem ERASMUS+-Projekt für andere Schüler empfehlenswert? (Schüler)

Da gibt es nur eins zu sagen: AUF JEDEN FALL!

Was war dein schönstes Erlebnis? (Schüler)

  • In Deutschland: Stadttour in München, Gesellschaftstreffen außerhalb des von den Lehrern organsierten Programms
  • In Belgien: Fahrradtour durch Brüssel, Shoppen in Antwerpen
  • In Schweden: Schlittenfahren und natürlich FIKA (Eine Tradition: Kaffee und süße Teilchen, aber immer! Egal zu welcher Tageszeit)
  • Die Abschlusstreffen am Ende der Projektwochen

Neben den „offiziellen“ Projekttreffen sind auch die entstandenen Freundschaften ein tolles Ergebnis des Projekts. Eines der schönsten Erlebnisse war also auch unser privat organisiertes „Wiedervereinigungs-Treffen“ diesen Sommer!

Was habe ich gelernt? Habe ich besondere Einblicke erhalten? (Schüler)

Das wichtigste: Ländergrenzen sind keine sozialen Grenzen. Freundschaft hängt nicht von Nationalität ab!

Würdest du nochmal an diesem Projekt teilnehmen?

Schüler: Da gibt es nur eins zu sagen: AUF JEDEN FALL!

Lehrer: Natürlich, wir denken schon über das nächste Projekt nach… Auf jeden Fall wollen wir unsere Zusammenarbeit fortführen!

Welches Land hat dir am besten gefallen?

Schüler: Deutschland

Lehrer: Wir sind dafür wohl zu voreingenommen ;-) Von jedem Treffen hatten wir Favoriten:

  • BEL: Hieroglyphen-Workshop, Besuch des Europäischen Parlaments
  • SWE: Schwedisch als Fremdsprache (Sprach-Crashcourse) war sehr interessant und herausfordernd
  • GER: Das PhotonLab am Max Planck Institut für Quantenoptik in Garching
  • Außerhalb des Projektrahmens: „Spijker zingt en danst“ in BEL. Ein Youtube-Video davon, wenn auch nicht von unserem ERASMUS-Treffen

Was war der größte kulturelle Unterschied, der dir aufgefallen ist?

  • Eiskalte Temperaturen in Schweden ;-) Ach nein, das ist nicht wirklich kulturell…
  • Begrüßungen allgemein. Es war schon komisch, in Schweden die Lehrer mit dem Vornamen anzureden…
  • Die Benutzung von Smartphones im Schulkontext… Hier in Deutschland verpönt, in Schweden Normalität in jeder Unterrichtsstunde… Es wird auch mal am Handy gespielt ;-)
  • Dresscode in der Schule. Den Belgischen Lehrern kam es komisch vor, dass in Schweden und Deutschland jeder tragen kann, was er will.

Welche Erlebnisse werden Ihnen / Dir noch lange in Erinnerung bleiben?

Schüler: Die gemeinsamen Erlebnisse, über die wir noch sicher lange lachen werden

Lehrer: Der informelle Umgang zwischen Schülern und Lehrern und wie sich die Schüler untereinander so schnell und so gut miteinander verstanden haben. Und „Spijker zingt en danst“ natürlich auch...

Gibt es etwas, was Sie nach dem Projekt an Ihrer Schule umsetzen wollen?

Andere Lehrer sollen mehr im Umgang mit Hochleistern geschult werden und das Bewusstsein für ihre Entwicklung soll gestärkt werden.

Die Nachhaltigkeit des Projekts soll gewahrt bleiben, die Zusammenarbeit soll fortgeführt werden. Dazu dient auch eine neue Website.

Vielen Dank für das Interview! Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Interview und Übersetzung: Manuel vom Homepage- bzw. ERASMUS+-Team

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